



Gérard aus Manga, Burkina Faso, kann von Geburt an weder seine Beine noch seine rechte Hand bewegen. Er kann nicht aufstehen, sich nicht fortbewegen. Teilnahmslos liegt er auf einer Matte in der kleinen Hütte seiner Familie. Mutter Monique kümmerte sich liebevoll um ihr einziges Kind, helfen kann sie ihm aber nicht. Vor einem Jahr wird Rehabilitationshelfer Jean-Claude aus dem Gemeindenahen Rehabilitationsprogramm in Manga, Burkina Faso, auf die Familie aufmerksam.
Rehabilitationshelfer Jean-Claude erkennt, dass Gérard Fortschritte machen, sogar gehen lernen kann, wenn er fachgerecht und regelmäßig betreut wird. Mit gezielten Übungen beginnt Jean-Claude, die Muskulatur des Buben zu kräftigen. Für weitere Fortschritte braucht Gérard einen Barren. Durch Mithilfe von Nachbarn und Freunden wird das einfache, aber so wirkungsvolle Gerät gebaut. Bei dieser Gemeinschaftsaktion wird auch den Helfern klar, zu welchen Fortschritten ein behinderter Mensch mit geringer Unterstützung fähig ist.
Kaum steht der Barren, richtet sich Gérard mit Hilfe seiner Mutter auf und macht die ersten Schritte. Heute ist er schon imstande, an seinem Barren oder mit einem Stock alleine zu gehen. „Tata, tata“ ruft er immer wieder lachend, während er langsame Schritte macht. „Tata“ ist ein Wort seiner Muttersprache und bedeutet „gehen“. Mit der liebevollen Unterstützung seiner Familie und der professionellen Betreuung durch Rehabilitationshelfer Jean-Claude ist der kleine Bub auf dem Weg in ein selbständiges Leben.




Gérard macht seine ersten Schritte am Barren vor der Hütte.




Rehabilitationshelfer Jean-Claude zeigt Gérards blindem Vater, wie er mit seinem Sohn üben kann.




Der vierjährige Gérard zeigt seinem blinden Vater den Weg.




