



Zelalem lebt in einem kleinen Ort namens Boditi im Süden Äthiopiens. Als das neunjährige Mädchen nach einem Unfall mit einem Pferdewagen ihr rechtes Bein verliert, bricht eine Welt für sie zusammen. Auch Zelalems Eltern sind am Boden zerstört: „Wir haben befürchtet, unsere Tochter zu verlieren“, erzählen sie. Doch das Mädchen hat Glück, denn in einem von Licht für die Welt unterstützten Therapiezentrum bekommt sie eine Prothese und Krücken.




Emile lebt mit seiner Familie in Kaya, einem kleinen Ort im Süden von Burkina Faso. Seine Mutter Teegysom arbeitet hart, um für ihn und seine drei Geschwister zu sorgen. Dann erkrankt Emile an Polio. Er überlebt, doch seine linke Körperhälfte bleibt gelähmt: Plötzlich kann Emile nicht mehr herumlaufen, spielen oder die Schule besuchen! Tage wie Nächte verbringt er nun auf einer Matte liegend in der kleinen Hütte der Familie.




Aziz lebt in Korsimoro, einem kleinen Ort etwa eine Stunde mit dem Geländewagen von Kaya entfernt. Ein paar winzige Lehmhütten mit Strohdächern drängen sich unter einer der wenigen Baumgruppen der Gegend: Die Landschaft ist trocken, karg, sandig. In einer dieser Hütten wohnt der 4-jährige Aziz mit seiner Familie: seinen Eltern und seinen beiden älteren Brüdern. Aziz wurde mit einer Deformation beider Knie sowie der Hüfte geboren: Er konnte nie lernen, sich aufzurichten.




Für die Eltern war es ein schwerer Schicksalsschlag, einen blinden Sohn zu bekommen. Sie hatten keine Ahnung, wie sie ihrem Erstgeborenen helfen oder ihn unterstützen sollten. Das Leben, das der Bub aus Äthiopien fast sechs Jahre lang führte, war sehr eingeschränkt: Er verließ nie die kleine Hütte der Familie, außer um auf die Toilette zu gehen. Doch selbst dorthin musste er von seiner Mutter oder seiner kleinen Schwester begleitet werden.




Gérard aus Manga, Burkina Faso, kann von Geburt an weder seine Beine noch seine rechte Hand bewegen. Er kann nicht aufstehen, sich nicht fortbewegen. Teilnahmslos liegt er auf einer Matte in der kleinen Hütte seiner Familie. Mutter Monique kümmerte sich liebevoll um ihr einziges Kind, helfen kann sie ihm aber nicht. Vor einem Jahr wird Rehabilitationshelfer Jean-Claude aus dem Gemeindenahen Rehabilitationsprogramm in Manga, Burkina Faso, auf die Familie aufmerksam.




Bevor Tigist in die Schule kam, lebte sie abgeschlossen von ihrer Umwelt. Zwar fand sie Zeichen, ihren Eltern ihre wichtigsten Bedürfnisse mitzuteilen, aber darüber hinaus konnte sie sich mit ihren Mitmenschen nicht verständigen. Die meiste Zeit verbrachte sie allein zu Hause und erledigte Hausarbeiten. Das Mädchen aus Äthiopien hatte keine Freunde und schon gar keine Aussicht auf Ausbildung und ein eigenständiges Leben.




