









Igliassu aus Burkina
Faso wurde mit einem kürzeren
Bein geboren. Sein linkes Bein ist etwa halb so lang wie sein rechtes. Seine
Eltern wussten nicht, wie sie ihm helfen oder ihn fördern sollten. Also lernte
Igliassu nicht gehen. Auf allen Vieren bewegte er sich in der Hütte und davor
fort, während seine Geschwister und die Nachbarskinder spielten oder in die
Schule gingen. Igliassu dagegen vereinsamte. Ausgeschlossen vom sozialen Leben
wurde er immer schüchterner und zurückgezogener.
Im Abseits
Jede vierte Familie
in Armutsgebieten hat ein behindertes Familienmitglied. 90 Prozent der
weltweiten Rehabilitationsleistungen werden allerdings in Industrieländern
erbracht. In Afrika haben Kinder mit Behinderungen kaum Zugang zu medizinischer
Versorgung und Bildung. Viele sind von der Gemeinschaft ausgeschlossen, oft
sogar versteckt, und daher ein Leben lang von ihrer Familie abhängig.
Nach der Rehabilitation in die Schule
Das Leben des Buben
schaut heute ganz anders aus als noch vor zwei Jahren. Er ist verantwortlich
für das Füttern der Schafe und Ziegen und geht seit einigen Monaten auch in die
Schule. Schnell hat er Lesen und Schreiben gelernt. Und in der Pause ist der
ehemals so schüchterne Bub unter den lebhaftesten und flinksten Kindern seiner
Klasse!
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