Posts Tagged ‘Tansania’

Heute ist internationaler Welttag des Augenlichts….

Thursday, October 8th, 2009

…ein Tag der genützt werden sollte, um auf die weltweit starke Verbreitung von Blindheit aufmerksam zu machen. Besonders schockierend ist die Tatsache, dass von 37 Millionen blinden Menschen weltweit, 90% in den Armutsgegenden dieser Erde leben. In 80% aller Fälle wäre die Blindheit vermeidbar. Doch in Afrika haben nur wenige Menschen Zugang zu Augenmedizinscher Versorgung. In den Ländern südlich der Sahara kommt ein Augenarzt auf eine Millionen Menschen. So sind auch die meisten Kinder blind, auf Grund von vermeidbaren Ursachen wie Vitamin A-Mangel oder angeborenem Grauem Star. LICHT FÜR DIE WELT hat es sich zur Aufgabe gemacht die Heilung und Vermeidung von Blindheit voranzutreiben und blinde und anders behinderte Menschen die Möglichkeit auf Rehabilitation zu ermöglichen. Der kleinen Suzan (im Bild unten) konnte in einem von LICHT FÜR DIE WELT unterstütztem Projekt in der osttansanischen Stadt Dar es Salaam geholfen werden.

Suzan

Suzan

Die Dreijährige kam mit Grauem Star zur Welt und wurde erst vor wenigen Wochen operiert. Nach der medizinischen Versorgung folgt nun die Rehabilitation des kleinen Mädchens: Die nächsten Monate wird Suzan eine Sehschule besuchen, um ihren Blick zu schärfen. Suzan wird dank der Operation und Rehabilitation später in die Schule gehen können und den Teufelskreislauf von Armut und Behinderung durchbrechen können.

Hilfsmittel werden vor Ort hergestellt

Tuesday, October 14th, 2008

Ob Prothesen, Krücken oder Rollstühle - Kinder mit Behinderungen brauchen unterschiedliche Hilfsmittel. Für die Patienten und Patientinnen im Rehabilitationsspital in Dar es Salaam werden diese Hilfsmittel vor Ort hergestellt. Das schafft Arbeitsplätze und gewährleistet eine langfristige Versorgung, denn das Wissen und die meisten Materialien sind lokal verfügbar. Wenn den Kindern die Prothesen zu klein werden, können diese problemlos neu angepasst werden. Auch technische Gebrechen können relativ leicht behoben werden. Viele Rollstühle sind zum Beispiel mit Fahrradreifen ausgestattet, weil es dafür - im Gegensatz zu anderen, spezielleren Reifen - genügend Ersatzteile gibt.

Glorias Schritte in die Zukunft

Thursday, October 2nd, 2008
Das ist Gloria aus Dar es Salaam, Tansania, von der ich im letzten Eintrag erzählt habe:
Sie ist heute Schritt für Schritt unterwegs in eine eigenständige Zukunft!
Aufgrund einer Schädigung des Gehirns konnte das Mädchen bis vor kurzem nicht einmal alleine sitzen bleiben. Dank regelmäßiger Rehabilitationsstunden kann sie heute aber schon ohne fremde Hilfe den Barren entlanggehen!

Eindrücke aus Tansania

Tuesday, September 23rd, 2008

Schön, wenn man Beine hat – und diese vor allem auch entsprechend nützen kann - denke ich mir hier, in der osttansanischen Stadt Dar es Salaam, öfters. Ich bin hier gemeinsam mit Kollegen und Kolleginnen bei einem Training zum Thema „Gemeindenahe Rehabilitation in Afrika“.

Heute Vormittag hat mich vor allem ein Kind und seine Mutter sehr beeindruckt: Die fünfjährige Gloria konnte sich bis vor wenigen Jahren überhaupt nicht selbst bewegen. Aufgrund einer Schädigung des Gehirns konnte sie weder selbstständig sitzen oder stehen, geschweige denn gehen. In regelmäßigen Rehabilitationsstunden hat das Mädchen aber innerhalb sehr kurzer Zeit große Erfolge erzielt. Sie kann sich heute bereits ohne fremde Hilfe an einem Barren Schritt für Schritt vorwärts bewegen. Bis vor kurzem hätte die Mutter sich nicht träumen lassen, dass ihre geliebte Tochter trotz Behinderung einmal auf eigenen Beinen stehen wird. Sie ist nun voller Hoffnung, dass Gloria sich auch sprachlich so gut entwickeln wird.

Am Nachmittag haben wir uns in einem theoretischen Teil mit Gehörlosigkeit auseinandergesetzt. Sehr schockierend finde ich die Tatsache, dass in Afrika Röteln eine der häufigsten Ursachen für Gehörlosigkeit ist. Eine Krankheit, die dank Impfung bei uns in Österreich kaum mehr auftritt. In Afrika gibt es dagegen aber bisher in keinem einzigen Land ein nationales Impfprogramm. Die Folge: Viele Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft an Röteln erkranken, kommen oft nicht nur gehörlos, sondern zugleich auch blind auf die Welt. Was mich dabei fast noch nachdenklicher stimmt: Außerhalb der Ballungszentren Dar es Salaam am indischen Ozean und Moshi in der Kilimandscharo-Region, in denen Licht für die Welt jeweils ein Krankenhaus unterstützt, gibt es für diese Kinder so gut wie keine Rehabilitationsmöglichkeiten. Viele haben nie die Möglichkeit, die Gebärdensprache zu erlernen und sich mit anderen Menschen zu verständigen.

In diesem Bereich gibt es also noch sehr viel zu tun, was nur durch die Hilfe von Paten und Spendern möglich ist!

P.S.: Fotos folgen, sobald ich wieder eine schnellere Internetverbindung habe.