Posts Tagged ‘Patenkinder’

Ein Leben voller Möglichkeiten

Wednesday, August 3rd, 2011

Der 14jährige Luis kommt aus Beira, der zweitgrößten Stadt in Mosambik. Seine Familie lebt in einer kleinen Hütte in Macurungo, einem der ärmsten Teile der Stadt.

Luis mit seiner Familie

Luis mit seiner Familie

Luis wird gesund geboren, doch im Alter von drei Jahren bekommt er plötzlich hohes Fieber und danach ist nichts mehr so wie es vorher war: Luis kann nicht mehr sitzen, gehen oder sprechen. Jahrelang kann niemand der Familie helfen. Nach 9 Jahren gibt es für den  Buben, der mittlerweile 12 Jahre alt ist endlich Hoffnung: Ein Mitarbeiter von LICHT FÜR DIE WELT wird auf ihn aufmerksam. Er erklärt der Mutter, dass Luis Zerebralparese hat, eine Behinderung mit der sich die Kinder nur eingeschränkt bewegen können. Doch wenn Luis gefördert wird, kann er gehen lernen. 

Zwei Mal wöchentlich erhält Luis nun Besuch der Rehabilitationshelferin. Er übt spielerisch mit dem Ball sein Finger zu bewegen und lernt einen Fuß vor den anderen zu setzen und kleine Schritte zu machen, bis er ohne Hilfe gehen kann.

Luis übt mit seiner Rehabilitationshelferin

Luis übt mit seiner Rehabilitationshelferin

Heute ist Luis 14 Jahre alt und spielt am liebsten Fußball.  Er unterstützt seine Familie und freut sich darüber, dass er endlich im Haushalt mithelfen kann, sogar das Wäschewaschen macht dem fröhlichen Jungen Spaß.

Heute kann Luis seine Familie unterstützen

Heute kann Luis seine Familie unterstützen

Das allerschönste ist, dass Luis heute in die Schule gehen kann. Endlich hat er ein Leben voller Möglichkeiten.

Interview Hanna Jovanovic

Saturday, May 7th, 2011
Hanna Jovanovic mit der siebenjährigen Madima, die in einem von LICHT FÜR DIE WELT unterstützten Gemeindenahen Rehabilitationsprogramm betreut wird.

Hanna Jovanovic mit der siebenjährigen Madima, die in einem von LICHT FÜR DIE WELT unterstützten Gemeindenahen Rehabilitationsprogramm betreut wird.

Hanna Jovanovic, seit 5 Jahren ehrenamtliches Vorstandsmitglied von LICHT FÜR DIE WELT, war vor Kurzem auf Projekteinsatz in Burkina Faso. Für die ausgebildete Physiotherapeutin war es die erste Reise nach Afrika und der erste Besuch in unseren Projekten. Ihre Eindrücke hat Hanna Jovanovic nach der Reise in einem kurzen Interview mit mir geteilt:

Was hat dich in Burkina Faso besonders beeindruckt?
Begeistert hat mich die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen und das Engagement aller Beteiligten. Von den Augenärzten bis hin zu den Büroangestellten waren die einheimischen MitarbeiterInnen von LICHT FÜR DIE WELT mit großer Motivation bei der Sache!

Wie hast du die Kultur und die Menschen des Landes erlebt?
In Burkina Faso herrscht ein ganz anderes Zeitgefühl, in vielen Dingen liegt eine unglaubliche Ruhe. Obwohl unser Programm sehr dicht war, ist nie Hektik entstanden.

Was von der Reise nimmst du für deine Arbeit als Physiotherapeutin mit?
Was für ein Privileg es ist, eine Physiotherapie zu bekommen und wie viel man mit wenig Therapiemöglichkeiten erreichen kann, wenn man Angehörige von behinderten Kindern aufklärt, schult und einteilt. In den Projekten von LICHT FÜR DIE WELT übernehmen Eltern einen sehr großen Teil der Physiotherapie. Die RehahelferInnen besuchen die Kinder zwar und zeigen der Familie Übungen, es liegt aber an den Eltern, diese mit den Kindern regelmäßig durchzuführen.

Wie beurteilst du die Situation behinderter Kinder in Burkina Faso?
Ich habe nur Kinder in den Projekten von LICHT FÜR DIE WELT kennen gelernt und dort hatte ich das Gefühl, sie werden von ihren Familien gefördert und erhalten Aufgaben, was in Afrika sehr wichtig ist! Ich hatte das Gefühl, dass die bewusstseinsbildenden Maßnahmen der Gemeindenahen Rehabilitationsprogramme von LICHT FÜR DIE WELT Wirkung zeigen.

Wie beurteilst du die therapeutischen Maßnahmen in unseren Projekten im Vergleich zu österreichischen Therapieformen?
Die Therapieformen sind meist die gleichen! Nehmen wir als Beispiel ein Kind mit Zerebralparese, das seine Beine wegen hoher Spasmen nicht bewegen kann: In Österreich wird dieses Kind auf einem elektrischen Stehbrett stehen, in Burkina Faso bindet man das Kind an eine Säule. Die Wirkung ist die gleiche, nur die Mittel sind andere. Es ist im Prinzip egal, ob ein Gehbarren selbst geschnitzt ist oder von einer europäischen Firma hergestellt wird. Der Effekt ist derselbe.

Gibt es ein Kind, das dich besonders beeindruckt hat?
Ja, die siebenjährige Madima. Sie hat Zerebralparese und konnte bis im Alter von 6 Jahren nicht laufen. Nach einem halben Jahr Therapie und nur 4 Besuchen des Rehahelfers konnte sie gehen. Heute kann Madima die Schule besuchen und begleitet ihre Mutter zum Markt. Ich habe mit Madima einige physiotherapeutische Übungen gemacht. Sie ist sehr offen auf mich zugegangen und wir haben uns ohne Worte verstanden. Das war ein sehr schönes und beeindruckendes Erlebnis für mich.

Du bist selbst Kinderpatin bei LICHT FÜR DIE WELT, was sind deine Beweggründe?
Ich möchte Kindern mit Behinderungen Rehabilitation ermöglichen und damit ein selbständiges Leben! Ich finde es schlimm, dass Kinder nicht die Therapie bekommen, die sie brauchen. Eine Patenschaft bei LICHT FÜR DIE WELT hilft Kindern, die sonst keine Chance auf Rehabilitation hätten.

Ein neues Leben für Wudinesh

Friday, May 6th, 2011

Wudinesh lebt mit ihrer Familie in Äthiopien. Sie wird mit Klumpfüßen geboren und entwickelt sich langsamer als die gleichaltrigen Kinder des Dorfes. Erst Als Wudinesh 5 Jahre alt ist, wird ein Rehabilitationshelfer von LICHT FÜR DIE WELT auf das Mädchen aufmerksam und verändert das Leben von Wudinesh nachhaltig: Er baut aus Holz einen Barren für die Kleine, damit sie täglich üben kann. Und tatsächlich kann Wudinesh sehr bald eigenständig den Barren auf und ablaufen. Ein Puzzlespiel aus bunten Kronkoren hilft, ihre Konzentration zu verbessern. Auf einem einfachen Brett, das ihr Rehahelfer aus Karton gebastelt hat, ordnet Wudinesh unterschiedlich gefärbte Kronkorken der Farbe nach zu. So lernt das Mädchen spielerisch seine geistige Fähigkeit zu verbessern.

Wudinesh 2009 beim Üben mit bunten Kronkorken

Wudinesh 2009 beim Üben mit bunten Kronkorken

 Diesen März war Friedbert Ottacher, Projektreferent von LICHT FÜR DIE WELT, in Äthiopien und hat sich persönlich von den Fortschritten der heute 8 Jahre alten Wudinesh überzeugen können. Was besonders schön ist: Wudinesh kann nicht nur selbstständig laufen und Hindernisse wie Stiegen und unwegsames Gelände überwinden. Das willensstarke Mädchen geht heute sogar in die Schule. 

Wudinesh 2011 mit LICHT FÜR DIE WELT Projektreferent Friedbert Ottacher

Wudinesh 2011 mit LICHT FÜR DIE WELT Projektreferent Friedbert Ottacher