Posts Tagged ‘Mosambik’

Auf in ein neues Leben!

Monday, January 23rd, 2012

Die 7-jährige Ana Paula lebt mit ihrer Familie in der Hafenstadt Beira in Mosambik. Im Garten hinter einem kleinen Haus sitzt sie mit ihren Geschwistern am Boden. Sie hört ihrem Vater aufmerksam zu, denn dieser erklärt ihnen gerade die Zahlen. Und dieses Wissen wird sie bald gut gebrauchen können.

Ana Paula strahlt trotz ihrer Behinderung.

Ana Paula strahlt trotz ihrer Behinderung.

Dass Ana Paula jemals Rechnen lernen könnte, hätte sich die Familie nicht gedacht. Denn das kleine Mädchen entwickelte sich viel langsamer als ihre 4 Geschwister. Das Sprechen fiel ihr schwer, und sie konnte sich nur mit Mühe konzentrieren. Doch dann erkannte ein Rehabilitationshelfer von LICHT FÜR DIE WELT, dass das Mädchen eine mentale Behinderung hat. Und dass er helfen kann! Ana Paula wird im Alter von 5 Jahren ins Rehabilitationsprogramm aufgenommen.

Engagiert lernt der Vater mit Ana Paula und ihren Geschwistern.

Engagiert lernt der Vater mit Ana Paula und ihren Geschwistern.

Sofort beginnt der Rehabilitationshelfer ihren Eltern Übungen zu zeigen, die sie täglich mit Ana Paula machen sollen. Beherzt und engagiert nimmt sich ihr Vater der Übungen an, denn er hat große Hoffnung, dass er damit seiner Tochter helfen kann. Ballspiele zum Beispiel fördern die Konzentration und Koordination des Mädchens. Fröhlich wirft Ana Paula ihrem Vater einen Ball zu, denn diese Übung macht ihr auch noch großen Spaß . Mit viel Liebe und Geduld ihrer Eltern lernt das Mädchen auch immer besser sprechen.

Ana Paula ist glücklich, dass sie zu Hause mithelfen darf.

Ana Paula hilft sehr gerne im Haushalt mit. Lachend kehrt sie hinterm Haus den Boden. Sie ist glücklich, dass auch sie im Familienleben eine wichtige Rolle übernehmen darf. Aber was noch viel schöner ist, ist dass Ana Paula wie ihre Geschwister endlich die Schule besuchen kann! Ihr Vater freut sich darüber sehr. Er versucht seine Kinder zu fördern, so viel er kann. So baut er hinter dem Haus eine Tafel auf, und übt mit Ana Paula und ihren Geschwistern für die Schule. Denn dass auch Ana Paula in die Schule geht, ist etwas ganz Besonderes!

8. Dezember

Thursday, December 8th, 2011

Die Veranstaltung “Gemeinsam für Afrikas Kinder“ fand am 1. Dezember in Linz statt. Der Bildervortrag führte die Besucher nach Burkina Faso und Mosambik. Dabei berichteten Dr. Peter Kahr und ich über behinderte Kinder, die in den Projekten von LICHT FÜR DIE WELT gefördert werden. Die Bilder veranschaulichten, welche Veränderung Rehabilitation für das Leben eines Kindes sowie der ganzen Familie bedeutet.

Dr. Peter Kahr erläuterte im Rahmen des Vortrags den Verlauf verschiedener Erkrankungen. Der Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde und Vater zweier Kinder setzt sich engagiert für Kinder mit Behinderungen ein. Er  war bereits während seiner Ausbildung zum Arzt in afrikanischen Ländern unterwegs und kennt die Situation vor Ort. Weltweit leben 150 Millionen Kinder mit Behinderungen, 80 % von ihnen in Entwicklungsländern. Grundlegende Menschenrechte wie Gesundheitsversorgung, Rehabilitation und Zugang zu Bildung bleiben ihnen verwehrt. Die Rehabilitationsgeschichten der Kinder in Afrika begeisterten die Besucher und regten zu zahlreichen Spenden an. Herzlichen Dank an Bruder Benno vom Karmelitenkonvent und an Dr. Peter Kahr!

Dr. Peter Kahr und Mag. Astrid Glatz

Dr. Peter Kahr und ich

Ein Leben voller Möglichkeiten

Wednesday, August 3rd, 2011

Der 14jährige Luis kommt aus Beira, der zweitgrößten Stadt in Mosambik. Seine Familie lebt in einer kleinen Hütte in Macurungo, einem der ärmsten Teile der Stadt.

Luis mit seiner Familie

Luis mit seiner Familie

Luis wird gesund geboren, doch im Alter von drei Jahren bekommt er plötzlich hohes Fieber und danach ist nichts mehr so wie es vorher war: Luis kann nicht mehr sitzen, gehen oder sprechen. Jahrelang kann niemand der Familie helfen. Nach 9 Jahren gibt es für den  Buben, der mittlerweile 12 Jahre alt ist endlich Hoffnung: Ein Mitarbeiter von LICHT FÜR DIE WELT wird auf ihn aufmerksam. Er erklärt der Mutter, dass Luis Zerebralparese hat, eine Behinderung mit der sich die Kinder nur eingeschränkt bewegen können. Doch wenn Luis gefördert wird, kann er gehen lernen. 

Zwei Mal wöchentlich erhält Luis nun Besuch der Rehabilitationshelferin. Er übt spielerisch mit dem Ball sein Finger zu bewegen und lernt einen Fuß vor den anderen zu setzen und kleine Schritte zu machen, bis er ohne Hilfe gehen kann.

Luis übt mit seiner Rehabilitationshelferin

Luis übt mit seiner Rehabilitationshelferin

Heute ist Luis 14 Jahre alt und spielt am liebsten Fußball.  Er unterstützt seine Familie und freut sich darüber, dass er endlich im Haushalt mithelfen kann, sogar das Wäschewaschen macht dem fröhlichen Jungen Spaß.

Heute kann Luis seine Familie unterstützen

Heute kann Luis seine Familie unterstützen

Das allerschönste ist, dass Luis heute in die Schule gehen kann. Endlich hat er ein Leben voller Möglichkeiten.

Klappe die Zweite

Tuesday, November 16th, 2010

Heute folgt, wie versprochen, das zweite Gedicht über Victoria, verfasst von Jimi Lend.  Das Mädchen wird in einem Rehabilitationsprogramm von LICHT FÜR DIE WELT in Mosambik gefördert.

Das Foto ist von Kristin Gruber. Die ORF-Journalistin war im Mai 2009 mit LICHT FÜR DIE WELT in Mosambik und hat dort Victoria persönlich kennengelernt.

Beäugt

Hey Schau! Adriano
Ich kann schon alleine stehen
Bald wirst Du mich am Feld tanzen sehen
Lesen sehen
Schreiben sehen
Rechnen sehen

Hey Tante, glaubst Du ich seh nicht
Wie Du mich anschaust
Glaub es ruhig
Wenn ich mich schon alleine zu stehen trau
Trau Du doch endlich Deinen Augen

Victoria kann heute aufrecht auf eigenen Beinen stehen. Das wäre noch vor einem Jahr unmöglich gewesen Credit: Kristin Gruber

Victoria kann heute aufrecht auf eigenen Beinen stehen. Das wäre noch vor einem Jahr unmöglich gewesen. Credit: Kristin Gruber

Hannelore Veit ist Kinderpatin

Thursday, September 17th, 2009

LICHT FÜR DIE WELT begrüßt eine neue prominente Kinderpatin: Hannelore Veit, ZIB Moderatorin des ORF, hat eine Kinderpatenschaft in Mosambik übernommen.

Hannelore Veit

Hannelore Veit

Bei der Pressekonferenz anlässlich der neuen Sozialkampagne von LICHT FÜR DIE WELT  verrät die ORF Moderatorin, warum eine Patenschaft für ein behindertes Kind so wichtig ist: „Das wertvollste, was man Kindern mitgeben kann, ist Bildung. In Österreich ist Bildung ein Grundrecht. Dies ist aber an vielen Orten der Welt nicht selbstverständlich.“

In den Armutsgegenden dieser Erde leben 120 Millionen behinderte Kinder. Über 90% haben keinen Zugang zu Bildung. In den Gemeindenahen Rehabilitationsprogrammen von LICHT FÜR DIE WELT werden insgesamt 16.000 Kinder in 43 Projekten gefördert. Viele von ihnen können dank der Mithilfe unserer Patinnen und Paten eine Schule besuchen.

Wir hoffen, dass noch viele Menschen dem Beispiel von Hannelore Veit folgen, um so noch mehr Kindern Bildung zu ermöglichen.