Archive for the ‘Projekte’ Category

Bildung für alle!

Thursday, July 22nd, 2010

Um dem Teufelskreislauf von Armut und Behinderung zu entkommen, müssen behinderte Menschen Zugang zu Bildung erhalten. In Burkina Faso haben Kinder mit Behinderungen, wie in den meisten Entwicklungsländern, kaum die Möglichkeit eine Schule zu besuchen. Durch die sieben Gemeindenahen Rehabilitationsprogramme von LICHT FÜR DIE WELT ist ein erster Grundstein zur nachhaltigen Verbesserung gelegt. Die Kinder in unseren Projekten werden medizinisch und physiotherapeutisch versorgt und erhalten nötige Hilfsmittel wie Krücken oder Prothesen.

In inklusiven Schulen werden Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam unterrichtet!

Doch auch Schulen müssen für die Kinder zugänglich gemacht werden. Deswegen haben wir 2010 zwei inklusive Bildungsprojekte für Kinder mit Behinderungen ins Leben gerufen. Eines wird in Manga verwirklicht, einem Gebiet im Süden von Burkina Faso, das andere Projekt wird in Garango, im Osten des westafrikanischen Staates, initiiert. Kinder mit Behinderungen sollen gemeinsam mit Kindern ohne Behinderungen in Regelschulen unterrichtet werden.

Ziel ist es, möglichst viele Kinder mit Behinderungen aus unseren Gemeindenahen Rehabilitationsprogrammen einzuschulen. Zum einen sollen Eltern und Bevölkerung aufgeklärt werden, so dass das Potenzial behinderter Kinder erkannt wird und sie auch tatsächlich in die Schule geschickt werden. Zum anderen ist es wichtig, dass auch die Schulen mit Unterrichtsmaterial ausgestattet werden und barrierefrei zugänglich sind. Oft genügen da schon einfache Rampen. Doch auch die LehrerInnen in Regelschulen müssen ausgebildet werden, um qualtitätsvolle Bildung für alle Kinder zu garantieren. Sie erhalten spezielle Schulungen, beispielsweise über Brailleschrift oder Gebärdensprache. Insgesamt werden über 200 LehrerInnen in Unterrichtsmethoden für behinderte Kinder ausgebildet.

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Schritt für Schritt

Friday, April 9th, 2010

Belayinesh, 10, mit ihrer stolzen Mutter.

Im südlichen Äthiopien liegt die Stadt Arba Minch. Dort lebt die 10jährige Belayinesh mit ihrer Familie in einer kleinen Hütte. Das Mädchen hat Zerebralparese, kann lange Zeit nicht gehen, nur mühsam sitzen. Ihre Eltern schämen sich für sie.

Meistens sitzt Belayinesh in der Ecke der kleinen Hütte, in der sie mit ihrer Familie lebt. Sie kann aufgrund ihrer Behinderung nicht mit ihren drei Schwestern spielen, nie das Haus verlassen.

Vor eineinhalb tritt der von LICHT FÜR DIE WELT ausgebildete Rehabilitationshelfer Siltanu in das Leben des kleinen Mädchens. Langsam lernt sie mit seiner Hilfe zu laufen, zunächst am Barren, dann mit Krücken.

Heute, nur eineinhalb Jahre später, braucht sie gar keine Hilfsmittel mehr, Belayinesh kann eigenständig gehen! Sogar für das Einladen zur wichtigen Kaffeezeremonie, ein zentrales gesellschaftliches Ereignis in Äthiopien, ist nun Belayinesh zuständig. Das Mädchen ist zum festen Bestandteil des Familienlebens geworden: „Ich danke Gott und bin sehr glücklich, dass meine Kleine jetzt so viel tun kann. Ich kann ihr jetzt so viel Liebe geben!“, verrät Belayineshs Mutter stolz.

Der 3. Dezember…

Wednesday, December 2nd, 2009

…ist Welttag der Menschen mit Behinderungen. Von weltweit 650 Millionen behinderten Menschen leben 80% in Entwicklungsländern. Die schlechte medizinische Versorgung und fehlende Rehabilitationsmöglichkeiten führen dazu, dass 4 von 5 behinderten Kindern sterben, bevor sie das Schulalter erreichen. Von jenen die überleben, haben nur 1-2 % die Möglichkeit eine Schule zu besuchen und in weiterer Folge eine Berufsausbildung zu machen. Behinderte Kinder leben oft am Rande der Gesellschaft, ausgegrenzt und chancenlos!

Ashenafie

Ashenafie

LICHT FÜR DIE WELT fördert diese Kinder und ermöglicht ihnen durch das Kinderpatenschaftsprogramm medizinische Versorgung, Rehabilitation, Bildung und Zukunft. So zum Beispiel Ashenafie aus Äthiopien.

Der Achtjährige Junge kommt mit einer Behinderung zur Welt. Seine Bewegungen sind unkoordiniert, er lernt nicht laufen. In einem von LICHT FÜR DIE WELT unterstützen Projekt lernt Ashenafie durch regelmäßige Übungen gehen. Der Junge macht Fortschritte.

Dank der Unterstützung unserer SpenderInnen ist Ashenafie auf dem Weg in eine selbstständige Zukunft!

“Österreicher für behinderte Kinder”

Monday, November 30th, 2009

so heißt die Initiative, die LICHT FÜR DIE WELT ins Leben gerufen hat, um Menschen in Österreich für die Anliegen behinderter Kindern in Afrika zu sensibilisieren. Letzten Donnerstag  waren wir im Zuge dieser Aktion in Graz.

In der Evangelischen Heilandskirche kamen 50 Interessierte zusammen und lauschten spannenden Geschichten von Kindern mit Behinderungen und ihren ersten Schritten in eine Zukunft – zum Beispiel der Geschichte von Aziz, der mit deformierten Beinen zur Welt kam  In einem von LICHT FÜR DIE WELT unterstützten Projekt erhielt er die notwendigen therapeutischen Maßnahmen um gehen zu lernen.

Dr. Schuhmann, Augenarzt und ehrenamtliches Mitglied von LICHT FÜR DIE WELT, der soeben von einem Projekteinsatz aus Burkina Faso zurück gekehrt war, erzählte zu diesem Anlass aktuell von seiner Reise.

Insgesamt wurden 430 Euro gesammelt. LICHT FÜR DIE WELT bedankt sich dafür ganz herzlich bei allen SpenderInnen und ZuhörerInnen des Abends!

Heute ist internationaler Welttag des Augenlichts….

Thursday, October 8th, 2009

…ein Tag der genützt werden sollte, um auf die weltweit starke Verbreitung von Blindheit aufmerksam zu machen. Besonders schockierend ist die Tatsache, dass von 37 Millionen blinden Menschen weltweit, 90% in den Armutsgegenden dieser Erde leben. In 80% aller Fälle wäre die Blindheit vermeidbar. Doch in Afrika haben nur wenige Menschen Zugang zu Augenmedizinscher Versorgung. In den Ländern südlich der Sahara kommt ein Augenarzt auf eine Millionen Menschen. So sind auch die meisten Kinder blind, auf Grund von vermeidbaren Ursachen wie Vitamin A-Mangel oder angeborenem Grauem Star. LICHT FÜR DIE WELT hat es sich zur Aufgabe gemacht die Heilung und Vermeidung von Blindheit voranzutreiben und blinde und anders behinderte Menschen die Möglichkeit auf Rehabilitation zu ermöglichen. Der kleinen Suzan (im Bild unten) konnte in einem von LICHT FÜR DIE WELT unterstütztem Projekt in der osttansanischen Stadt Dar es Salaam geholfen werden.

Suzan

Suzan

Die Dreijährige kam mit Grauem Star zur Welt und wurde erst vor wenigen Wochen operiert. Nach der medizinischen Versorgung folgt nun die Rehabilitation des kleinen Mädchens: Die nächsten Monate wird Suzan eine Sehschule besuchen, um ihren Blick zu schärfen. Suzan wird dank der Operation und Rehabilitation später in die Schule gehen können und den Teufelskreislauf von Armut und Behinderung durchbrechen können.

Hilfsmittel werden vor Ort hergestellt

Tuesday, October 14th, 2008

Ob Prothesen, Krücken oder Rollstühle - Kinder mit Behinderungen brauchen unterschiedliche Hilfsmittel. Für die Patienten und Patientinnen im Rehabilitationsspital in Dar es Salaam werden diese Hilfsmittel vor Ort hergestellt. Das schafft Arbeitsplätze und gewährleistet eine langfristige Versorgung, denn das Wissen und die meisten Materialien sind lokal verfügbar. Wenn den Kindern die Prothesen zu klein werden, können diese problemlos neu angepasst werden. Auch technische Gebrechen können relativ leicht behoben werden. Viele Rollstühle sind zum Beispiel mit Fahrradreifen ausgestattet, weil es dafür - im Gegensatz zu anderen, spezielleren Reifen - genügend Ersatzteile gibt.

Eindrücke aus Tansania

Tuesday, September 23rd, 2008

Schön, wenn man Beine hat – und diese vor allem auch entsprechend nützen kann - denke ich mir hier, in der osttansanischen Stadt Dar es Salaam, öfters. Ich bin hier gemeinsam mit Kollegen und Kolleginnen bei einem Training zum Thema „Gemeindenahe Rehabilitation in Afrika“.

Heute Vormittag hat mich vor allem ein Kind und seine Mutter sehr beeindruckt: Die fünfjährige Gloria konnte sich bis vor wenigen Jahren überhaupt nicht selbst bewegen. Aufgrund einer Schädigung des Gehirns konnte sie weder selbstständig sitzen oder stehen, geschweige denn gehen. In regelmäßigen Rehabilitationsstunden hat das Mädchen aber innerhalb sehr kurzer Zeit große Erfolge erzielt. Sie kann sich heute bereits ohne fremde Hilfe an einem Barren Schritt für Schritt vorwärts bewegen. Bis vor kurzem hätte die Mutter sich nicht träumen lassen, dass ihre geliebte Tochter trotz Behinderung einmal auf eigenen Beinen stehen wird. Sie ist nun voller Hoffnung, dass Gloria sich auch sprachlich so gut entwickeln wird.

Am Nachmittag haben wir uns in einem theoretischen Teil mit Gehörlosigkeit auseinandergesetzt. Sehr schockierend finde ich die Tatsache, dass in Afrika Röteln eine der häufigsten Ursachen für Gehörlosigkeit ist. Eine Krankheit, die dank Impfung bei uns in Österreich kaum mehr auftritt. In Afrika gibt es dagegen aber bisher in keinem einzigen Land ein nationales Impfprogramm. Die Folge: Viele Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft an Röteln erkranken, kommen oft nicht nur gehörlos, sondern zugleich auch blind auf die Welt. Was mich dabei fast noch nachdenklicher stimmt: Außerhalb der Ballungszentren Dar es Salaam am indischen Ozean und Moshi in der Kilimandscharo-Region, in denen Licht für die Welt jeweils ein Krankenhaus unterstützt, gibt es für diese Kinder so gut wie keine Rehabilitationsmöglichkeiten. Viele haben nie die Möglichkeit, die Gebärdensprache zu erlernen und sich mit anderen Menschen zu verständigen.

In diesem Bereich gibt es also noch sehr viel zu tun, was nur durch die Hilfe von Paten und Spendern möglich ist!

P.S.: Fotos folgen, sobald ich wieder eine schnellere Internetverbindung habe.