Archive for the ‘Burkina Faso’ Category

15. Dezember

Thursday, December 15th, 2011

Weihnachten in Burkina Faso

Im westafrikanischen Burkina Faso wird auch Weihnachten gefeiert. Jedoch findet das Fest bei 30 Grad im Schatten statt, und das natürlich auch etwas anders als bei uns. In der Woche vor dem Weihnachtsfest  bauen die Kinder riesige, palastähnliche Krippen aus rotem Lehm. Die kunstvollen Gebilde stehen am Eingang eines Hofes und bleiben dort so lange, bis sie vom Regen fortgewaschen werden.

In Burkina Faso werden zu Weihnachten kaum Geschenke gemacht. Manchmal erhält ein Familienmitglied neu geschneiderte Kleider oder selbst gemachte Schuhe. Den Mädchen und Frauen werden oft neue Zöpfe in die Haare geflochten, um sie für das Fest zu schmücken. Die ganze Verwandtschaft feiert zusammen. Der Besuch eines Gottesdienstes, schwungvolle Musik  und ein großes Festessen dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Kinder bauen vor Hütten wie dieser kunstvollen Krippen

Kinder bauen vor Hütten wie dieser kunstvollen Krippen

13. Dezember

Tuesday, December 13th, 2011

Die Weihnachtszeit rückt immer näher und damit auch der alljährliche Adventpunsch von LICHT FÜR DIE WELT. Dabei wird es die Gelegenheit geben, sich untereinander gemütlich auszutauschen und Punsch und Kekse zu genießen. Unser besonderer Höhepunkt ist wie gewohnt die Weihnachtslesung von Chris Lohner! Zusätzlich wird unser Geschäftsführer Rupert Roniger über Menschen berichten, denen dank eurer Unterstützung geholfen werden konnte! Lasst euch auf einen weihnachtlichen Abend mit musikalischer Darbietung und besinnlicher Stimmung ein.

Wann: Donnerstag, 15. Dezember 2011 um 16 Uhr
Wo: Saal der Pfarre zum Namen Jesu in der Darnautgasse 1, 1120 Wien

Lasst uns gemeinsam Weihnachten feiern!

Lasst uns gemeinsam Weihnachten feiern!

8. Dezember

Thursday, December 8th, 2011

Die Veranstaltung “Gemeinsam für Afrikas Kinder“ fand am 1. Dezember in Linz statt. Der Bildervortrag führte die Besucher nach Burkina Faso und Mosambik. Dabei berichteten Dr. Peter Kahr und ich über behinderte Kinder, die in den Projekten von LICHT FÜR DIE WELT gefördert werden. Die Bilder veranschaulichten, welche Veränderung Rehabilitation für das Leben eines Kindes sowie der ganzen Familie bedeutet.

Dr. Peter Kahr erläuterte im Rahmen des Vortrags den Verlauf verschiedener Erkrankungen. Der Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde und Vater zweier Kinder setzt sich engagiert für Kinder mit Behinderungen ein. Er  war bereits während seiner Ausbildung zum Arzt in afrikanischen Ländern unterwegs und kennt die Situation vor Ort. Weltweit leben 150 Millionen Kinder mit Behinderungen, 80 % von ihnen in Entwicklungsländern. Grundlegende Menschenrechte wie Gesundheitsversorgung, Rehabilitation und Zugang zu Bildung bleiben ihnen verwehrt. Die Rehabilitationsgeschichten der Kinder in Afrika begeisterten die Besucher und regten zu zahlreichen Spenden an. Herzlichen Dank an Bruder Benno vom Karmelitenkonvent und an Dr. Peter Kahr!

Dr. Peter Kahr und Mag. Astrid Glatz

Dr. Peter Kahr und ich

3. Dezember

Saturday, December 3rd, 2011

Weihnachten von Beatrice

Beatrice Valerie ist 16 Jahre alt. Dass das gehörlose Mädchen eine Ausbildung erhält, ist nicht selbstverständlich in ihrer Heimat Burkina Faso. Doch Beatrice hat Glück: In einer von LICHT FÜR DIE WELT unterstützten Schule für hörende und hörbehinderte Kinder in Ouagadougou wird sie unterrichtet. Und dort bekommt sie auch eine Berufsausbildung. Zu Weihnachten wünscht sie sich eine Schultasche und eine Trommel. Daher liegen sie unter dem gemalten Weihnachtsbaum.

Einsatz für Rechte von Menschen mit Behinderungen

Wednesday, November 23rd, 2011

In Entwicklungsländern wird behinderten Menschen oftmals der Zugang zu grundlegenden Menschenrechten wie Ernährung, sauberem Wasser, Gesundheit, Bildung oder Arbeit verwehrt. Damit sich das ändert, setzt sich LICHT FÜR DIE WELT gemeinsam mit anderen Organisationen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen auf Ebene der Vereinten Nationen (UN) erfolgreich ein:
2008 trat die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Kraft. Sie ist die Basis um auf internationaler Ebene behinderten Menschen Zugang zu Entwicklungsprogrammen zu verschaffen: Das bedeutet, dass Bildungsprojekte Kinder mit Behinderungen einbeziehen müssen, Frauenförderungsprojekte müssen auch Frauen mit Behinderungen erreichen.

Menschen mit Behinderungen haben Rechte!

Menschen mit Behinderungen haben Rechte!

Durch den Einsatz von LICHT FÜR DIE WELT konnte 2010 eine wesentliche Resolution bei der UN-Generalversammlung beschlossen werden. Diese drängt dazu, Menschen mit Behinderungen in nationale Programme zur Bekämpfung von Armut (Millenniums-Entwicklungsziele) einzubeziehen. In der Resolution ist auch verankert, dass im September 2012 ein hochrangiges Forum auf UN-Ebene abgehalten wird – Ziel des Forums ist, Maßnahmen zu besprechen, wie Menschen mit Behinderungen in Armutsbekämpfung, Bildung und Gesundheit integriert werden.

Bereits 101 Staaten und die EU haben die UN-Konvention unterzeichnet. Sie verpflichten sich damit, Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsmaßnahmen miteinzubeziehen. Von den Schwerpunktländern von LICHT FÜR DIE WELT haben bereits Äthiopien, Burkina Faso, Indien sowie Bolivien die UN-Konvention unterzeichnet. LICHT FÜR DIE WELT unterstützt Organisationen in Partnerländern (insbesondere Behindertenorganisationen), um sicherzustellen, dass die Konvention auch auf staatlicher Ebene umgesetzt wird.

Kinder mit Behinderungen werden in dieser äthiopischen Schule unterrichtet.

Kinder mit Behinderungen werden in dieser äthiopischen Schule unterrichtet.

Der äthiopische Premierminister Meles Zenawi sagte kürzlich, dass Menschen mit Behinderungen in sozialer, politischer und wirtschaftlicher Teilnahme unterstützt werden müssen. Die äthiopische Regierung will ihnen den Zugang zu Bildung, Ausbildung und Arbeit ermöglichen. Zudem unterstützt sie Aktivitäten, die die Rechte von behinderten Menschen einfordern.

TV-Tipp des Tages – Kinderpate im Einsatz

Monday, May 9th, 2011

Heute um 21:10 berichtet ORF-Redakteur und LICHT FÜR DIE WELT-Kinderpate Zoran Dobric in der Sendung Thema über die Projektarbeit von LICHT FÜR DIE WELT in Burkina Faso.
Vor einige Wochen hat Zoran Dobric das LICHT FÜR DIE WELT Team nach Burkina Faso begleitet und sich vor Ort ein Bild über unsere dortige Projektarbeit gemacht.

Besonders spannend für unsere KinderpatInnen: Auch über unser Gemeindenahes Rehabilitationsprogramm in Manga wird berichtet. Dort hat Zoran Dobric Gérard getroffen. Gérard ist eines von 19.000 behinderten Kindern, denen LICHT FÜR DIE WELT im vergangenen Jahr den Zugang zu medizinischer Versorgung, Rehabilitation und Bildung ermöglicht hat.

Heute, Thema um 21:10 im ORF

Zoran Dobic mit Gérard

Zoran Dobric mit Gérard

Interview Hanna Jovanovic

Saturday, May 7th, 2011
Hanna Jovanovic mit der siebenjährigen Madima, die in einem von LICHT FÜR DIE WELT unterstützten Gemeindenahen Rehabilitationsprogramm betreut wird.

Hanna Jovanovic mit der siebenjährigen Madima, die in einem von LICHT FÜR DIE WELT unterstützten Gemeindenahen Rehabilitationsprogramm betreut wird.

Hanna Jovanovic, seit 5 Jahren ehrenamtliches Vorstandsmitglied von LICHT FÜR DIE WELT, war vor Kurzem auf Projekteinsatz in Burkina Faso. Für die ausgebildete Physiotherapeutin war es die erste Reise nach Afrika und der erste Besuch in unseren Projekten. Ihre Eindrücke hat Hanna Jovanovic nach der Reise in einem kurzen Interview mit mir geteilt:

Was hat dich in Burkina Faso besonders beeindruckt?
Begeistert hat mich die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen und das Engagement aller Beteiligten. Von den Augenärzten bis hin zu den Büroangestellten waren die einheimischen MitarbeiterInnen von LICHT FÜR DIE WELT mit großer Motivation bei der Sache!

Wie hast du die Kultur und die Menschen des Landes erlebt?
In Burkina Faso herrscht ein ganz anderes Zeitgefühl, in vielen Dingen liegt eine unglaubliche Ruhe. Obwohl unser Programm sehr dicht war, ist nie Hektik entstanden.

Was von der Reise nimmst du für deine Arbeit als Physiotherapeutin mit?
Was für ein Privileg es ist, eine Physiotherapie zu bekommen und wie viel man mit wenig Therapiemöglichkeiten erreichen kann, wenn man Angehörige von behinderten Kindern aufklärt, schult und einteilt. In den Projekten von LICHT FÜR DIE WELT übernehmen Eltern einen sehr großen Teil der Physiotherapie. Die RehahelferInnen besuchen die Kinder zwar und zeigen der Familie Übungen, es liegt aber an den Eltern, diese mit den Kindern regelmäßig durchzuführen.

Wie beurteilst du die Situation behinderter Kinder in Burkina Faso?
Ich habe nur Kinder in den Projekten von LICHT FÜR DIE WELT kennen gelernt und dort hatte ich das Gefühl, sie werden von ihren Familien gefördert und erhalten Aufgaben, was in Afrika sehr wichtig ist! Ich hatte das Gefühl, dass die bewusstseinsbildenden Maßnahmen der Gemeindenahen Rehabilitationsprogramme von LICHT FÜR DIE WELT Wirkung zeigen.

Wie beurteilst du die therapeutischen Maßnahmen in unseren Projekten im Vergleich zu österreichischen Therapieformen?
Die Therapieformen sind meist die gleichen! Nehmen wir als Beispiel ein Kind mit Zerebralparese, das seine Beine wegen hoher Spasmen nicht bewegen kann: In Österreich wird dieses Kind auf einem elektrischen Stehbrett stehen, in Burkina Faso bindet man das Kind an eine Säule. Die Wirkung ist die gleiche, nur die Mittel sind andere. Es ist im Prinzip egal, ob ein Gehbarren selbst geschnitzt ist oder von einer europäischen Firma hergestellt wird. Der Effekt ist derselbe.

Gibt es ein Kind, das dich besonders beeindruckt hat?
Ja, die siebenjährige Madima. Sie hat Zerebralparese und konnte bis im Alter von 6 Jahren nicht laufen. Nach einem halben Jahr Therapie und nur 4 Besuchen des Rehahelfers konnte sie gehen. Heute kann Madima die Schule besuchen und begleitet ihre Mutter zum Markt. Ich habe mit Madima einige physiotherapeutische Übungen gemacht. Sie ist sehr offen auf mich zugegangen und wir haben uns ohne Worte verstanden. Das war ein sehr schönes und beeindruckendes Erlebnis für mich.

Du bist selbst Kinderpatin bei LICHT FÜR DIE WELT, was sind deine Beweggründe?
Ich möchte Kindern mit Behinderungen Rehabilitation ermöglichen und damit ein selbständiges Leben! Ich finde es schlimm, dass Kinder nicht die Therapie bekommen, die sie brauchen. Eine Patenschaft bei LICHT FÜR DIE WELT hilft Kindern, die sonst keine Chance auf Rehabilitation hätten.

Eine Lichtreise nach Osttirol

Tuesday, November 9th, 2010

Letzen Donnerstag fuhr ich nach Lienz in Osttirol, um interessierten Spenderinnen und Spendern gemeinsam mit Augenarzt Dr. Karl Dapra über die Arbeit von LICHT FÜR DIE WELT zu erzählen. Mehr als 50 Menschen verfolgten mit großem Interesse den Bildervortrag.

Tags darauf ging die Reise weiter nach St. Jakob im Defereggental, wo ich in der Volks- und Hauptschule einen Schulworkshop hielt. Zu meinem Vortrag über Burkina Faso hatten die Kinder viele interessante Fragen. Besonders fasziniert hat sie, wie blinde Menschen ihr Leben meistern und dass 75% der Blindheit vermeidbar wäre.

Um sich besser vorstellen zu können, wie es ist blind zu sein, bekamen die Kinder von mir Augenbinden und Blindenstöcke und durften ihre Schule auf eine ganz neue Art und Weise entdecken. Das Erlernen der Brailleschrift war dagegen ganz einfach. Innerhalb weniger Minuten konnten die Kinder ihren eigenen Namen schreiben.

Am Ende überreichten mir die Kinder der Volksschule noch 60 Euro, die sie gemeinsam mit ihren LehrerInnen gesammelt haben. Damit wollen sie zwei blinden Menschen in Afrika das Augenlicht schenken.

Eine schöne Erfahrung, Osttirol und so viel interessierte Kinder und Erwachsene kennenzulernen.

In der Schule für das Leben lernen!

Thursday, October 21st, 2010

Anlässlich des vor Kurzem stattfindenden Tages der Gehörlosen, möchte ich heute über ein Projekt in Burkina Faso berichten, das von LICHT FÜR DIE WELT unterstützt wird. In Bobo-Dioulasso, der zweitgrößten Stadt des Landes, fördern wir eine Schule für gehörlose und schwerhörige Kinder. Hier erhalten sie die notwendige Bildung, um später auf eigenen Beinen stehen zu können.

Doch warum ist dieses Projekt so wichtig?
Laut einer Studie des burkinischen Bildungsministeriums sind 31.800 Kinder des westafrikanischen Staates gehörlos oder schwerhörig. Ursachen sind unter anderem unbehandelte Hirnhautentzündungen oder Ohrinfektionen. Aufgrund der großen Armut, vor allem in ländlichen Regionen, werden viele Kinder nicht rechtzeitig medizinisch behandelt. Gehörlose und schwerhörige Kinder haben kaum die Möglichkeiten zur Schule zu gehen. Nur etwa 3% aller gehörlosen und schwerhörigen Kinder bekommen einen Platz in Integrationsklassen oder einer der insgesamt nur 16 Schulen für gehörlose Menschen im Land!

Um den Kindern eine qualitativ hochwertige Bildung zu ermöglichen werden Gebärdensprachkurse für Lehrende und Eltern angeboten. Die Kinder erhalten außerdem Ausbildungen im Bereich Schneiderei und Tischlerei. Hier wird mit lokalen Ausbildungsprogrammen zusammengearbeitet, um bestehende Synergien zu nutzen und so eine Inklusion zu erreichen. In einem Landwirtschaftsprojekt lernen Schüler und Schülerinnen Grundlagen der Nutztierhaltung. Dieses Wissen ist die Basis für die Integration von gehörlosen und schwerhörigen Kindern in die Gesellschaft. Nur so kann eine positive und nachhaltige Veränderung ihrer Lebensumstände erreicht werden.

Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder der Welt. Ein Grund für die große Armut ist die extreme Trockenheit des Bodens und die voranschreitende Wüstenbildung. Kinder mit Behinderungen zählen zu einer der stärksten benachteiligten Gruppen.

Bildung für alle!

Thursday, July 22nd, 2010

Um dem Teufelskreislauf von Armut und Behinderung zu entkommen, müssen behinderte Menschen Zugang zu Bildung erhalten. In Burkina Faso haben Kinder mit Behinderungen, wie in den meisten Entwicklungsländern, kaum die Möglichkeit eine Schule zu besuchen. Durch die sieben Gemeindenahen Rehabilitationsprogramme von LICHT FÜR DIE WELT ist ein erster Grundstein zur nachhaltigen Verbesserung gelegt. Die Kinder in unseren Projekten werden medizinisch und physiotherapeutisch versorgt und erhalten nötige Hilfsmittel wie Krücken oder Prothesen.

In inklusiven Schulen werden Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam unterrichtet!

Doch auch Schulen müssen für die Kinder zugänglich gemacht werden. Deswegen haben wir 2010 zwei inklusive Bildungsprojekte für Kinder mit Behinderungen ins Leben gerufen. Eines wird in Manga verwirklicht, einem Gebiet im Süden von Burkina Faso, das andere Projekt wird in Garango, im Osten des westafrikanischen Staates, initiiert. Kinder mit Behinderungen sollen gemeinsam mit Kindern ohne Behinderungen in Regelschulen unterrichtet werden.

Ziel ist es, möglichst viele Kinder mit Behinderungen aus unseren Gemeindenahen Rehabilitationsprogrammen einzuschulen. Zum einen sollen Eltern und Bevölkerung aufgeklärt werden, so dass das Potenzial behinderter Kinder erkannt wird und sie auch tatsächlich in die Schule geschickt werden. Zum anderen ist es wichtig, dass auch die Schulen mit Unterrichtsmaterial ausgestattet werden und barrierefrei zugänglich sind. Oft genügen da schon einfache Rampen. Doch auch die LehrerInnen in Regelschulen müssen ausgebildet werden, um qualtitätsvolle Bildung für alle Kinder zu garantieren. Sie erhalten spezielle Schulungen, beispielsweise über Brailleschrift oder Gebärdensprache. Insgesamt werden über 200 LehrerInnen in Unterrichtsmethoden für behinderte Kinder ausgebildet.

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