Archive for the ‘Patenkinder’ Category

Zahlen bekommen Gesichter

Wednesday, August 25th, 2010

80% aller Menschen mit Behinderungen leben in Entwicklungsländern. Nur 10% aller Rehabilitationsmaßnahmen weltweit werden in armen Ländern getätigt. 45 Million behinderte Kinder leben in Entwicklungsländern, 4 von 5 sterben bevor sie das Schulalter erreichen. Nur 2% dieser Kinder können die Schule besuchen. Nichts als Zahlen?!

Tamiru

Tamiru

Der 10jährige Tamiru lebt mit seiner Familie im südlichen Äthiopien. Er wird mit Klumpfüßen geboren und kann lange Zeit nicht gehen. Seine Familie schämt sich für ihn. Tamiru verlässt nie sein Zuhause. Erst als er schon 8 Jahre alt ist, wird ein Rehabilitationshelfer auf den Jungen aufmerksam. Er überweist Tamiru in ein Rehabilitationszentrum, das von LICHT FÜR DIE WELT unterstützt wird. Tamirus rechtes Bein ist bereits so stark deformiert, dass es abgenommen werden muss. Doch der aufgeweckte Junge bekommt eine Prothese und lernt schnell damit zu laufen. Erstmals in seinem Leben kann sich Tamiru selbstständig und frei fortbewegen. Dank der Prothese und den Krücken kann er heute sogar in die Schule gehen!

Tamiru gehört zu den 80% an Menschen mit Behinderungen, die in Entwicklungsländern leben und zu den 10%, die Zugang zu Rehabilitation haben. Er ist eines von 45 Millionen behinderten Kindern, aber er wird das Schulalter erreichen und zu den 2% gehören, die die Schule besuchen.

Erst durch Eure Hilfe bekommen diese Zahlen ein Gesicht, zum Beispiel Tamirus!

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Vision 2020 – the Right to Sight

Friday, July 30th, 2010

Von 37 Millionen blinden Menschen leben 90% in Entwicklungsländern. In 4 von 5 Fällen wäre Blindheit vermeidbar. Um vermeidbare Blindheit vorzubeugen hat die WHO 1999 den Aktionsplan Vision 2020 ins Leben gerufen. Ziel ist es bis zum Jahr 2020 zu verhindern, dass weitere 100 Millionen Menschen erblinden, wenn ihre Blindheit nach medizinischen Gesichtspunkten verhindert oder geheilt werden könnte.

Erfolge wurden bereits erzielt, doch noch immer erblindet jede Minute ein Kind. Besonders tragisch ist dass 60% aller Kinder, die erblinden, innerhalb von einem Jahr sterben. Deswegen ist es für Vision2020 nicht nur wichtig Blindheit zu verhindern, sondern auch jene Menschen zu stärken, die ihr Augenlicht bereits irreversibel verloren haben.

Auch LICHT FÜR DIE WELT versucht, blinden Kindern eine Zukunft zu ermöglichen. In unseren Projekten erhalten sie Mobilitäts- und Orientierungstraining, lernen alltägliche Fähigkeiten wie sich selbst anzuziehen. Besonders wichtig ist uns, dass blinde Kinder die Möglichkeit haben eine Schule zu besuchen. Deshalb lernen sie Brailleschrift. Lehrer werden ausgebildet, um eine qualitätsvolle Bildung für blinde Kinder zu gewährleisten.

Eines der Kinder ist Gebremeskel aus Äthiopien

Eines der Kinder ist Gebremeskel aus Äthiopien.
Hier findet ihr mehr über die Fortschritte des Jungen und wie ihm in einem von LICHT FÜR DIE WELT unterstützten Gemeindenahen Rehabilitationsprogramm geholfen wird.

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Schritt für Schritt

Friday, April 9th, 2010

Belayinesh, 10, mit ihrer stolzen Mutter.

Im südlichen Äthiopien liegt die Stadt Arba Minch. Dort lebt die 10jährige Belayinesh mit ihrer Familie in einer kleinen Hütte. Das Mädchen hat Zerebralparese, kann lange Zeit nicht gehen, nur mühsam sitzen. Ihre Eltern schämen sich für sie.

Meistens sitzt Belayinesh in der Ecke der kleinen Hütte, in der sie mit ihrer Familie lebt. Sie kann aufgrund ihrer Behinderung nicht mit ihren drei Schwestern spielen, nie das Haus verlassen.

Vor eineinhalb tritt der von LICHT FÜR DIE WELT ausgebildete Rehabilitationshelfer Siltanu in das Leben des kleinen Mädchens. Langsam lernt sie mit seiner Hilfe zu laufen, zunächst am Barren, dann mit Krücken.

Heute, nur eineinhalb Jahre später, braucht sie gar keine Hilfsmittel mehr, Belayinesh kann eigenständig gehen! Sogar für das Einladen zur wichtigen Kaffeezeremonie, ein zentrales gesellschaftliches Ereignis in Äthiopien, ist nun Belayinesh zuständig. Das Mädchen ist zum festen Bestandteil des Familienlebens geworden: „Ich danke Gott und bin sehr glücklich, dass meine Kleine jetzt so viel tun kann. Ich kann ihr jetzt so viel Liebe geben!“, verrät Belayineshs Mutter stolz.

Der 3. Dezember…

Wednesday, December 2nd, 2009

…ist Welttag der Menschen mit Behinderungen. Von weltweit 650 Millionen behinderten Menschen leben 80% in Entwicklungsländern. Die schlechte medizinische Versorgung und fehlende Rehabilitationsmöglichkeiten führen dazu, dass 4 von 5 behinderten Kindern sterben, bevor sie das Schulalter erreichen. Von jenen die überleben, haben nur 1-2 % die Möglichkeit eine Schule zu besuchen und in weiterer Folge eine Berufsausbildung zu machen. Behinderte Kinder leben oft am Rande der Gesellschaft, ausgegrenzt und chancenlos!

Ashenafie

Ashenafie

LICHT FÜR DIE WELT fördert diese Kinder und ermöglicht ihnen durch das Kinderpatenschaftsprogramm medizinische Versorgung, Rehabilitation, Bildung und Zukunft. So zum Beispiel Ashenafie aus Äthiopien.

Der Achtjährige Junge kommt mit einer Behinderung zur Welt. Seine Bewegungen sind unkoordiniert, er lernt nicht laufen. In einem von LICHT FÜR DIE WELT unterstützen Projekt lernt Ashenafie durch regelmäßige Übungen gehen. Der Junge macht Fortschritte.

Dank der Unterstützung unserer SpenderInnen ist Ashenafie auf dem Weg in eine selbstständige Zukunft!

Heute ist internationaler Welttag des Augenlichts….

Thursday, October 8th, 2009

…ein Tag der genützt werden sollte, um auf die weltweit starke Verbreitung von Blindheit aufmerksam zu machen. Besonders schockierend ist die Tatsache, dass von 37 Millionen blinden Menschen weltweit, 90% in den Armutsgegenden dieser Erde leben. In 80% aller Fälle wäre die Blindheit vermeidbar. Doch in Afrika haben nur wenige Menschen Zugang zu Augenmedizinscher Versorgung. In den Ländern südlich der Sahara kommt ein Augenarzt auf eine Millionen Menschen. So sind auch die meisten Kinder blind, auf Grund von vermeidbaren Ursachen wie Vitamin A-Mangel oder angeborenem Grauem Star. LICHT FÜR DIE WELT hat es sich zur Aufgabe gemacht die Heilung und Vermeidung von Blindheit voranzutreiben und blinde und anders behinderte Menschen die Möglichkeit auf Rehabilitation zu ermöglichen. Der kleinen Suzan (im Bild unten) konnte in einem von LICHT FÜR DIE WELT unterstütztem Projekt in der osttansanischen Stadt Dar es Salaam geholfen werden.

Suzan

Suzan

Die Dreijährige kam mit Grauem Star zur Welt und wurde erst vor wenigen Wochen operiert. Nach der medizinischen Versorgung folgt nun die Rehabilitation des kleinen Mädchens: Die nächsten Monate wird Suzan eine Sehschule besuchen, um ihren Blick zu schärfen. Suzan wird dank der Operation und Rehabilitation später in die Schule gehen können und den Teufelskreislauf von Armut und Behinderung durchbrechen können.

Geschwisterliebe

Wednesday, April 8th, 2009

Meine Kollegen Gabriel Müller und Silvia Mayrhofer waren vor kurzem auf Projekteinsatz im südlichen Äthiopien. In unserem Rehabilitationsprojekt in Awassa haben sie die lebhaften Brüder Isael, 6, (rechts im Bild) und Saviola, 4, getroffen:

Isael kam mit Zerebralparese auf die Welt. Deshalb entwickelte er sich langsamer als andere Kinder in seinem Alter und lernte nicht gehen. Doch dann hörte seine Mutter von einem Kind in der Nachbarschaft mit ähnlichen Problemen, das in einem Rehabilitationsprogramm betreut wird. Sie ist erstaunt, wie große Fortschritte ein Kind mit Behinderung machen kann und wendet sich sofort an Rehabilitationshelferin Zulfan.

Nun macht Isael täglich Übungen am Holzbarren, den sein Vater für ihn im Hof gebaut hat. Mutter Hanna Aberra hätte nie für möglich gehalten, dass ihr Sohn so schnelle Fortschritte machen würde. Als er vor drei Monaten in dem von LICHT FÜR DIE WELT unterstützten Programm aufgenommen worden ist, konnte er weder seinen Kopf aufrecht halten, noch seine Hände zum Essen benutzen. Mittlerweile ist er nicht nur imstande, alleine stehen zu bleiben, sondern kann sogar selbständig einige Schritte am Barren machen!

Bruder Saviola, 4, freut sich, dass Isael die Übungen so großen Spaß bereiten und er schon bald mit ihm herumtollen kann!

Leibnitzer Kinderträume

Wednesday, October 29th, 2008

Schön wäre, wenn die Schülerinnen und Schüler aus Leibnitz, denen ich heute über Burkina Faso erzählt habe, Recht hätten. Auf meine Frage, wie viele blinde Menschen es weltweit gäbe, antworteten sie: 50. Tatsächlich sind es leider 37 Millionen. Wobei die Hälfte von ihnen mit einfachen Mitteln geheilt werden könnte, weil sie an heilbaren Krankheiten wie dem Grauen Star erkrankt sind. Jenen, die unheilbar erblindet sind, versuchen durch eine individuelle Förderung ein annähernd selbständiges Leben zu ermögliche. Odile zum Beispiel. Oder Gebremeskel.

Smart Eze kommt aus Nigeria und ist auch blind. Der pensionierte UNO-Mitarbeiter lebt allerdings schon seit rund 40 Jahren in Österreich, wo er sich ehrenamtlich für LICHT FÜR DIE WELT einsetzt. Beim heutigen Schulaktionstag in Leibnitz erzählte er den Kindern zum Beispiel, dass sein Blindenhund Nello auf Befehle wie „suche Tür, suche Lift und geh links, geh rechts” reagiert. Und dass er vier Sprachen fließend spricht, wovon die Kinder sehr beeindruckt waren. Dass es in Burkina Faso insgesamt zirka 60 verschiedene Sprachen gibt, konnten sie fast gar nicht glauben. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass in Schulklassen in Burkina Faso rund 70 SchülerInnen sitzen. Dafür haben sie innerhalb weniger Minuten gelernt, ihren eigenen Namen in einer neuen Schrift zu schreiben: der Brailleschrift.

Hilfsmittel werden vor Ort hergestellt

Tuesday, October 14th, 2008

Ob Prothesen, Krücken oder Rollstühle - Kinder mit Behinderungen brauchen unterschiedliche Hilfsmittel. Für die Patienten und Patientinnen im Rehabilitationsspital in Dar es Salaam werden diese Hilfsmittel vor Ort hergestellt. Das schafft Arbeitsplätze und gewährleistet eine langfristige Versorgung, denn das Wissen und die meisten Materialien sind lokal verfügbar. Wenn den Kindern die Prothesen zu klein werden, können diese problemlos neu angepasst werden. Auch technische Gebrechen können relativ leicht behoben werden. Viele Rollstühle sind zum Beispiel mit Fahrradreifen ausgestattet, weil es dafür - im Gegensatz zu anderen, spezielleren Reifen - genügend Ersatzteile gibt.

Glorias Schritte in die Zukunft

Thursday, October 2nd, 2008
Das ist Gloria aus Dar es Salaam, Tansania, von der ich im letzten Eintrag erzählt habe:
Sie ist heute Schritt für Schritt unterwegs in eine eigenständige Zukunft!
Aufgrund einer Schädigung des Gehirns konnte das Mädchen bis vor kurzem nicht einmal alleine sitzen bleiben. Dank regelmäßiger Rehabilitationsstunden kann sie heute aber schon ohne fremde Hilfe den Barren entlanggehen!

Eindrücke aus Tansania

Tuesday, September 23rd, 2008

Schön, wenn man Beine hat – und diese vor allem auch entsprechend nützen kann - denke ich mir hier, in der osttansanischen Stadt Dar es Salaam, öfters. Ich bin hier gemeinsam mit Kollegen und Kolleginnen bei einem Training zum Thema „Gemeindenahe Rehabilitation in Afrika“.

Heute Vormittag hat mich vor allem ein Kind und seine Mutter sehr beeindruckt: Die fünfjährige Gloria konnte sich bis vor wenigen Jahren überhaupt nicht selbst bewegen. Aufgrund einer Schädigung des Gehirns konnte sie weder selbstständig sitzen oder stehen, geschweige denn gehen. In regelmäßigen Rehabilitationsstunden hat das Mädchen aber innerhalb sehr kurzer Zeit große Erfolge erzielt. Sie kann sich heute bereits ohne fremde Hilfe an einem Barren Schritt für Schritt vorwärts bewegen. Bis vor kurzem hätte die Mutter sich nicht träumen lassen, dass ihre geliebte Tochter trotz Behinderung einmal auf eigenen Beinen stehen wird. Sie ist nun voller Hoffnung, dass Gloria sich auch sprachlich so gut entwickeln wird.

Am Nachmittag haben wir uns in einem theoretischen Teil mit Gehörlosigkeit auseinandergesetzt. Sehr schockierend finde ich die Tatsache, dass in Afrika Röteln eine der häufigsten Ursachen für Gehörlosigkeit ist. Eine Krankheit, die dank Impfung bei uns in Österreich kaum mehr auftritt. In Afrika gibt es dagegen aber bisher in keinem einzigen Land ein nationales Impfprogramm. Die Folge: Viele Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft an Röteln erkranken, kommen oft nicht nur gehörlos, sondern zugleich auch blind auf die Welt. Was mich dabei fast noch nachdenklicher stimmt: Außerhalb der Ballungszentren Dar es Salaam am indischen Ozean und Moshi in der Kilimandscharo-Region, in denen Licht für die Welt jeweils ein Krankenhaus unterstützt, gibt es für diese Kinder so gut wie keine Rehabilitationsmöglichkeiten. Viele haben nie die Möglichkeit, die Gebärdensprache zu erlernen und sich mit anderen Menschen zu verständigen.

In diesem Bereich gibt es also noch sehr viel zu tun, was nur durch die Hilfe von Paten und Spendern möglich ist!

P.S.: Fotos folgen, sobald ich wieder eine schnellere Internetverbindung habe.