Archive for the ‘Äthiopien’ Category

Das Dorf der Aussätzigen

Monday, January 30th, 2012

Gestern, am 29. Jänner, wurde der Welt-Lepra-Tag begangen. Lepra ist eine Infektionskrankheit, die die Haut und das Nervensystem zerstört. Sie wird als einer der größten Verstümmeler bezeichnet, denn eine Folge der Erkrankung sind – zum Teil schwere - Behinderungen. Lepra ruft diese jedoch nur indirekt hervor. Denn das Bakterium schädigt die Haut und die Nerven, was zu Gefühllosigkeit führt. Dadurch, dass die Erkrankten vor allem in Händen und Füßen kaum etwas spüren, verletzen sie sich leicht. Diese Wunde entzündet sich schnell. Doch der leprakranke Mensch verspürt keinen Schmerz, was auch das Fatale an der Krankheit ist. Denn ohne Schmerzen kommt die Wundversorgung oft zu spät, und die Gliedmaßen sterben nach und nach ab.

"Wer will uns denn schon..." sagt diese Frau im Lepra-Dorf.

Auch in Äthiopien sucht die Lepra immer wieder Menschen heim. LICHT FÜR DIE WELT unterstützt in Ambo ein Lepra-Dorf, in dem über 90 Menschen leben. Hier erlernen die Erkrankten im Gemeindenahem Rehabilitationsprogramm trotz fehlender Gliedmaßen notwendige Fertigkeiten, wie sich anzukleiden oder zu waschen. Wegen dem erhöhten Erblindungsrisiko, das Lepra-Patienten trifft, werden die Bewohner auch augenmedizinisch von LICHT FÜR DIE WELT betreut.

Doch die Lepra bringt nicht nur Behinderungen mit sich, sondern führt auch zu sozialer Ausgrenzung. „Wer will uns schon…“ sagt eine Frau im Dorf und gibt zu erkennen wie schlimm die Stigmatisierung für sie ist. Auch für die 30 Kinder im Lepradorf ist die Situation schwierig. Denn obwohl sie dank medikamentöser Behandlung der Eltern keinem Infektionsrisiko ausgesetzt sind, nehmen die Schulen der Umgebung sie nur widerwillig auf.

Gurara Kitila, der Leiter

Gurara Kitila, Präsident des Vereins der von Lepra betroffenen Menschen.

Dennoch haben viele der Bewohner des Lepra-Dorfes Hoffnung geschöpft. Denn seit LICHT FÜR DIE WELT das Dorf unterstützt, verändert sich einiges. Gurara Kitilia, Präsident des Vereins der von Lepra betroffenen Menschen in Ambo, meint: „Wir haben erkannt, dass auch wir Rechte haben und mehr sein können als unerwünschte Bettler am Straßenrand.“ So wird ein Arbeitsprogramm auf die Beine gestellt, an dem sich immer mehr Bewohner des Dorfes aktiv beteiligen. Gurara Kitilia ist zuversichtlich, und trotz aller Schwierigkeiten meint er lächelnd: „Die Zeiten werden besser, seit wir an uns glauben und uns besser organisieren.“

Chris Lohner kennt keine Berührungsängste.

Chris Lohner kennt keine Berührungsängste.

Doch auch andere glauben an die Menschen aus dem Lepra-Dorf. Wie Chris Lohner, Good Will Ambassador von LICHT FÜR DIE WELT, die das Dorf in Ambo besucht hat. Sie zeigt, dass sie keine Berührungsängste hat und verbreitet damit Fröhlichkeit unter den Kindern des Dorfes.

Welt-Braille-Tag

Wednesday, January 4th, 2012

Seit 2001 wird am 4. Jänner der Welt-Braille-Tag begangen. Dieser Tag ist der Geburtstag von Louis Braille, dem Erfinder der sogenannten Blinden- oder Punktschrift. Louis Braille erblindete selbst, als er drei Jahre alt war. Bereits im Alter von 16 Jahren (im Jahr 1825) entwickelte er eine eigene Schrift, indem er Buchstaben in ein ertastbares Punktesystem umwandelte. Sechs Punkte (drei in der Höhe, zwei in der Breite) bilden dabei die Basis für die Blindenschrift. Mit Hilfe dieser Punktschrift wurde es erstmals blinden Menschen möglich, mit den Händen zu lesen sowie selber zu schreiben. Heute ist die Blindenschrift aus dem Leben blinder und stark sehbehinderter Menschen kaum weg zu denken.

Tesfa und Fantahun studieren mit Hilfe der Blindenschrift.

Tesfa und Fantahun studieren mit Hilfe der Blindenschrift.

Etwa 1,5 Millionen Kinder weltweit sind blind oder sehbehindert. Eine häufige Ursache für die Erblindung von Kindern ist Vitamin-A-Mangel. Aber auch unbehandelte Augeninfektionen wie z.B. Trachom können zur Erblindung führen. LICHT FÜR DIE WELT unterstützt in Nordost-Indien und Pakistan Projekte in Schulen, die Sehbehinderungen bei Kindern rechtzeitig erkennen sollen. Ist ein Kind jedoch bereits erblindet, ist es notwendig,  dass es den Umgang mit einem Blindenstock und das Zurechtfinden in der Umgebung lernt. In den Rehabilitationsprojekten von LICHT FÜR DIE WELT erlernen blinde Kinder die Blindenschrift (Braille). Denn der Zugang zu Bildung ist ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg in eine eigenständige Zukunft.

Rehabilitationshelfer Worku Asrat lehrt Gebremskel die Blindenschrift.

Rehabilitationshelfer Worku Asrat lehrt Gebremskel die Blindenschrift.

22. Dezember

Thursday, December 22nd, 2011

Weihnachten in Äthiopien

In Äthiopien heißt Weihnachten „Genna“ und wird erst am Dreikönigstag gefeiert. Das Wort Genna bedeutet so viel wie „ganz besonders“ und soll die Freude und Liebe des Weihnachtsfestes ausdrücken. In Vorbereitung auf das Fest fasten die orthodox Gläubigen 43 Tage lang. Diese Fastenzeit dient der spirituellen Reinigung in Vorbereitung auf das Weihnachtsfest.

Weihnachten beginnt am Abend des 6. Jänners mit einem Gottesdienst. Tausende Menschen in traditionellen weißen Kleidern versammeln sich in und vor den Kirchen. Viele der Besucher betreten mit einer Kerze in den Händen die Kirche. Dort stimmen die Priester alte Weihnachtslieder an, in die die Gemeinde miteinfällt bis die Gesänge die Kirche erfüllen. Oft werden im Anschluss an die Messe Tabots (Nachbildungen der 10 Gebote) von den Priestern um die Kirche getragen. Die Gemeinde folgt mit brennenden Kerzen in den Händen, die still durch die Nacht leuchten. Solche Weihnachtsprozessionen dauern oft bis in die frühen Morgenstunden.
Nach der Weihnachtsprozession wird die Fastenzeit gebrochen. Dann findet ein riesiges Festessen im Kreise der Verwandtschaft statt. Auf einem großen Tablett werden das Sauerteig-Fladenbrot „Injera“ und verschiedene Soßen serviert. Die Großfamilie sitzt im Kreis um einen Tisch und genießt gemeinsam das Festmahl.

So könnte ein Weihnachtsessen in Äthiopien aussehen.

So könnte ein Weihnachtsessen in Äthiopien aussehen.

Ein ganz besonderer Brauch ist das Hockeyspiel Genna. Es wird traditionell um die Zeit von Weihnachten gespielt, weswegen es auch den Namen des Weihnachtsfestes trägt. Die Anzahl der jungen Männer, die in den jeweiligen Mannschaften spielen, ist nicht begrenzt. Das Spiel ähnelt dem uns bekannten Hockey, allerdings wird es mit einem hölzernen Ball gespielt. Diese spezielle Tradition macht Weihnachten in Äthiopien zu einem ganz besonders schönem und vielfältigem Fest.

12. Dezember

Monday, December 12th, 2011
Weihnachten von Meeraf

Weihnachten von Meeraf

Meeraf und ihre Zwillingsschwester Efratis leben in Addis Abeba, der Hauptstadt von Äthiopien. Sie sind beide gehörlos geboren. Als die Zwillinge 7 Jahre alt sind, erfahren die Eltern von der Schule der Church of Christ. Dort lernen gehörlose Kinder Gebärdensprache und werden dann zusammen mit hörenden unterrichtet. Für Meeraf ist es eine großartige Erfahrung, endlich mit ihren Eltern kommunizieren zu können. Als Dank für dieses Geschenk malt sie uns ein wunderschönes Weihnachtsbild.

5. Dezember

Monday, December 5th, 2011

Die integrative Tanzgruppe Din A3 wurde von der Choreografin Gerda König gegründet. Künstler aus Äthiopien, Südafrika, Brasilien, Kenia, Ghana und dem Senegal tanzen im international tätigen Ensemble mit.

Einsatz für Rechte von Menschen mit Behinderungen

Wednesday, November 23rd, 2011

In Entwicklungsländern wird behinderten Menschen oftmals der Zugang zu grundlegenden Menschenrechten wie Ernährung, sauberem Wasser, Gesundheit, Bildung oder Arbeit verwehrt. Damit sich das ändert, setzt sich LICHT FÜR DIE WELT gemeinsam mit anderen Organisationen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen auf Ebene der Vereinten Nationen (UN) erfolgreich ein:
2008 trat die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Kraft. Sie ist die Basis um auf internationaler Ebene behinderten Menschen Zugang zu Entwicklungsprogrammen zu verschaffen: Das bedeutet, dass Bildungsprojekte Kinder mit Behinderungen einbeziehen müssen, Frauenförderungsprojekte müssen auch Frauen mit Behinderungen erreichen.

Menschen mit Behinderungen haben Rechte!

Menschen mit Behinderungen haben Rechte!

Durch den Einsatz von LICHT FÜR DIE WELT konnte 2010 eine wesentliche Resolution bei der UN-Generalversammlung beschlossen werden. Diese drängt dazu, Menschen mit Behinderungen in nationale Programme zur Bekämpfung von Armut (Millenniums-Entwicklungsziele) einzubeziehen. In der Resolution ist auch verankert, dass im September 2012 ein hochrangiges Forum auf UN-Ebene abgehalten wird – Ziel des Forums ist, Maßnahmen zu besprechen, wie Menschen mit Behinderungen in Armutsbekämpfung, Bildung und Gesundheit integriert werden.

Bereits 101 Staaten und die EU haben die UN-Konvention unterzeichnet. Sie verpflichten sich damit, Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsmaßnahmen miteinzubeziehen. Von den Schwerpunktländern von LICHT FÜR DIE WELT haben bereits Äthiopien, Burkina Faso, Indien sowie Bolivien die UN-Konvention unterzeichnet. LICHT FÜR DIE WELT unterstützt Organisationen in Partnerländern (insbesondere Behindertenorganisationen), um sicherzustellen, dass die Konvention auch auf staatlicher Ebene umgesetzt wird.

Kinder mit Behinderungen werden in dieser äthiopischen Schule unterrichtet.

Kinder mit Behinderungen werden in dieser äthiopischen Schule unterrichtet.

Der äthiopische Premierminister Meles Zenawi sagte kürzlich, dass Menschen mit Behinderungen in sozialer, politischer und wirtschaftlicher Teilnahme unterstützt werden müssen. Die äthiopische Regierung will ihnen den Zugang zu Bildung, Ausbildung und Arbeit ermöglichen. Zudem unterstützt sie Aktivitäten, die die Rechte von behinderten Menschen einfordern.

Rehabilitation ist mehr…

Tuesday, November 15th, 2011

Dassiratou wurde mit einer Kniedeformation geboren. Bevor sie ins Rehabilitationsprogramm aufgenommen wird, kann sie nicht  gehen oder alleine das Haus verlassen. Ihre Mutter trägt sie auf dem Rücken und nimmt sie zur Feldarbeit mit. Dassiratou hat Glück, dass ihre Mutter sie in die Welt hinausträgt, denn das ist keine Selbstverständlichkeit. Doch vom Rücken ihrer Mutter aus lassen sich nur schwer Freundschaften schließen. Seitdem Dassiratou mit der Rehabilitation begonnen hat, bewegt sie sich viel und kann auch schon kurze Strecken ohne Hilfe gehen. Sie hat  bereits viele Freunde gefunden, mit denen sie immer wieder gerne im Schatten eines Mangobaums sitzt und spielt.

Dassiratou mit ihren Freunden

Dassiratou mit ihren Freunden

Was Dassiratou uns zeigt, ist, dass Rehabilitation mehr bedeutet als bloß die Verbesserung der körperlichen Situation. Kinder mit Behinderungen werden oft diskriminiert und von der Teilhabe an der Gesellschaft ausgeschlossen. Sie haben viel weniger Möglichkeiten an sozialen Aktivitäten teilzunehmen. Es ist für Kinder aber besonders wichtig ins Familienleben und die Dorfgemeinschaft eingebunden zu werden: Sozialer Kontakt hat einen starken Einfluss auf Identität, Selbstwahrnehmung und auf die Lebensqualität.
Gemeindenahe Rehabilitation bedeutet, dass Kinder mit all ihren Fähigkeiten und als Teil der Gemeinschaft wahrgenommen werden.  So freuen sich Kinder wie Zelalem, wenn sie Verantwortung übernehmen dürfen, indem sie kleine Aufgaben im Haushalt erledigen. Denn das zeigt ihnen, dass sie vollwertige Familienmitglieder sind.

Zelalem freut sich, wenn sie im Haushalt mithelfen darf

Zelalem freut sich, wenn sie im Haushalt mithelfen darf

Das Recht eines jeden Kindes

Wednesday, September 21st, 2011

Gestern, am 20. September, wurde der Weltkindertag in Österreich gefeiert. Dieser Tag soll auf die Situation von Kindern in der ganzen Welt aufmerksam machen. Ich möchte diesen Tag nutzen um mit euch einen Blick auf die Rechte von Kindern mit Behinderungen zu werfen.

Obwohl es selbstverständlich erscheint, dass Kinder Zugang zu Bildung und Gesundheit haben sollten, bleibt dieser vielen Kinder verwehrt. Vor allem Kinder mit Behinderungen haben in Entwicklungsländern kaum die Möglichkeit eine Schule zu besuchen. Bloß 2 Prozent aller behinderten Kinder besuchen die Schule! Warum ist das so?

Körperliche Behinderungen haben meist zur Folge, dass Kinder den Schulweg nicht zurücklegen können. Ist ein Körperteil wie z.B. die Hand von einer Behinderung betroffen,  können die Kinder ohne spezielle Förderung nicht schreiben lernen. Blinde und gehörlose Kinder haben kaum je die Chance auf Bildung.

Was lässt sich nun dagegen tun? Und wie können wir behinderten Kindern trotzdem Zugang zu Bildung ermöglichen?  Im Rahmen der  Gemeindenahen Rehabilitation besuchen Rehabilitationshelfer das Kind zu Hause. Denn als erstes müssen die Kinder lernen, sich möglichst eigenständig zu bewegen. Zum Beispiel  machen die Rehabilitationshelfer mit den Kindern Übungen um ihre Muskeln zu stärken und sorgen, wenn nötig, für medizinische Untersuchung und Behandlung. Je früher ein Kind in das Rehabilitationsprogramm aufgenommen wird, desto besser sind die Chancen sich bald selbständig bewegen zu können. Und dann wird auch der Weg in die Schule möglich. Frank beispielsweise konnte früher seine Beine kaum bewegen. Durch die Rehabilitation und tägliche Übungen schafft er den Schulweg nun ganz alleine.

Frank (Mitte) hat erst durch die Rehabilitation gelernt zu gehen.  Nun kann er die Schule selbständig zu Fuß besuchen.

Frank (Mitte) hat erst durch die Rehabilitation gelernt zu gehen. Nun kann er die Schule selbständig zu Fuß besuchen.

Weiteres setzt sich LICHT FÜR DIE WELT dafür ein, dass Kinder mit Behinderung in Schulen in ihrer Umgebung integriert und unterrichtet werden.  Dabei werden auch Lehrer speziell ausgebildet und spezielle Unterrichtsmaterialien wie Braille-Schreiber besorgt, um inklusiven Schulunterricht möglich zu machen.  Dass das möglich ist sehen wir an Victoria. Trotz Koordinationsschwierigkeiten kann sie durch die Unterstützung ihrer Lehrerin dem Unterricht folgen und bereits ihre ersten Sätze schreiben.

Victoria wird von ihrer Lehrerin im Unterricht speziell unterstützt.

Victoria wird von ihrer Lehrerin im Unterricht speziell unterstützt.

Natürlich muss noch viel getan werden, damit alle Kinder Zugang zu Bildung erhalten. Auf dem Weg dorthin kann uns aber folgendes afrikanisches Sprichwort Hoffnung geben: „Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte gehen, können das Gesicht der Welt verändern.“

Auch diese Schule in Arba Minch (Äthiopien) freut sich über Schüler mit Behinderungen.

Auch diese Schule in Arba Minch (Äthiopien) freut sich über Schüler mit Behinderungen.

Mangelernährung als Ursache für Behinderung

Thursday, August 25th, 2011

Die Hungerkrise am Horn von Afrika ist eine der schlimmsten Dürren, die es seit Jahrzehnten in Ostafrika gegeben hat. Ich möchte die Hungersnot in Ostafrika zum Anlass nehmen, um über eine der Ursachen von Behinderung zu schreiben. Wenn wir verstehen, wie und warum Behinderungen entstehen, dann können wir Maßnahmen setzen um das bestmöglich zu verhindern.

Mangelernährung ist neben Infektionskrankheiten, angeborenen Erkrankungen, Unfällen, etc. ein möglicher Grund für die Entstehung einer Behinderung. Mangelernährung bedeutet hier nicht nur, dass zu wenig Nahrung vorhanden ist. Es bedeutet vor allem, dass lebenswichtige Vitamine, Mineralstoffe, Proteine oder Spurenelemente dem Körper nicht ausreichend zugeführt werden.

Kinder und schwangere oder stillende Frauen sind von Mangelernährung besonders betroffen. Während der Schwangerschaft ist eine ausgewogene bzw. ausreichende Ernährung sehr wichtig für die werdende Mutter und ihr Kind. Fehlernährung kann hingegen , genau wie Unterernährung, auf Dauer zu Missbildungen des Kindes und damit zu einer Behinderung führen.

Auch für Babys und Kleinkinder kann eine unzureichende Ernährung gefährlich werden: Fehlen bestimmte Vitamine oder Nährstoffe (z.B. Jod, Eisen, Zink) über einen längeren Zeitraum, dann kann das zu einer Wachstumsstörung,  körperlichen und/oder geistigen Behinderungen führen. Vitamin A-Mangel ist übrigens die häufigste Ursache für das Erblinden von Kindern.

LICHT FÜR DIE WELT leistet in zwei besonders stark betroffenen Regionen Äthiopiens Soforthilfe. Vor allem Kleinkinder und werdende Mütter, aber auch Menschen mit Behinderung, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung noch viel schwerer an Nahrungsmittelhilfe gelangen, werden mit lebenswichtigen, vitaminhaltigen Nahrungsmitteln versorgt.

Mutter und Tochter am Horn von Afrika

Mutter und Tochter in Äthiopien

Gemechus Erfolgsgeschichte

Monday, May 30th, 2011

Gemechu wurde vor 12 Jahren im Dorf Wedessa in Zentraläthiopien geboren. Als Kind war Gemechu sehr oft krank, doch seine Eltern hatten keine Möglichkeit ihn in ein Krankenhaus zu bringen. Eines Tages wurde Gemechu gehörlos und konnte sich von da an niemandem mehr mitteilen.

Hilfe naht
Gemechus Onkel hörte von einem Gemeindenahen Rehabilitationsprogramm von LICHT FÜR DIE WELT in Ambo. Hier erhalten behinderte Kinder Unterstützung. Der Onkel zögert nicht lange: Er bringt seinen Neffen in das 20 km entfernte Ambo. Sofort beginnen die Rehahelfer mit Gemechu Gebärdensprache zu lernen. Sie sprechen mit seinen Eltern und erklären ihnen wie sie ihrem Sohn helfen können. Nach anfänglichen Missverständnissen und vielen Gesprächen darf Gemechu endlich in die Schule gehen.

Die Dorfgemeinschaft
Nicht nur Gemechus Eltern werden in Gebärdensprache unterrichtet, auch seine Freunde lernen wissbegierig die neue und interessante Sprache. Gemechu gehört nun dazu und ist Teil des Dorflebens. Heute kann Gemechu mit den Bewohnern des Dorfes kommunizieren und geht in die erste Klasse der Cheri Elementary School.

Der Gebärdensprachunterricht macht Gemechu sichtlich Freude!

Der Gebärdensprachunterricht macht Gemechu sichtlich Freude!