Der Blog zieht um…

February 6th, 2012

Liebe Leserinnen und Leser,

ich möchte mich ganz herzlich für eure Treue bedanken. Es freut mich sehr, für euch den Blog zu schreiben, der regelmäßig von euch gelesen wird. Heute verabschiedet sich der Blog von dieser Seite, und wandert auf die Homepage www.kinderpate.at. Dort findet ihr wie gewohnt Neuigkeiten und erhaltet weiterhin Nachrichten aus den Projekten. Zum Nachlesen bleibt die Blog-Seite natürlich weiterhin bestehen. Neue spannende Beiträge findet ihr ab jetzt hier.

Der Blog zieht um auf www.kinderpate.at

Der Blog zieht um auf www.kinderpate.at

Das Dorf der Aussätzigen

January 30th, 2012

Gestern, am 29. Jänner, wurde der Welt-Lepra-Tag begangen. Lepra ist eine Infektionskrankheit, die die Haut und das Nervensystem zerstört. Sie wird als einer der größten Verstümmeler bezeichnet, denn eine Folge der Erkrankung sind – zum Teil schwere - Behinderungen. Lepra ruft diese jedoch nur indirekt hervor. Denn das Bakterium schädigt die Haut und die Nerven, was zu Gefühllosigkeit führt. Dadurch, dass die Erkrankten vor allem in Händen und Füßen kaum etwas spüren, verletzen sie sich leicht. Diese Wunde entzündet sich schnell. Doch der leprakranke Mensch verspürt keinen Schmerz, was auch das Fatale an der Krankheit ist. Denn ohne Schmerzen kommt die Wundversorgung oft zu spät, und die Gliedmaßen sterben nach und nach ab.

"Wer will uns denn schon..." sagt diese Frau im Lepra-Dorf.

Auch in Äthiopien sucht die Lepra immer wieder Menschen heim. LICHT FÜR DIE WELT unterstützt in Ambo ein Lepra-Dorf, in dem über 90 Menschen leben. Hier erlernen die Erkrankten im Gemeindenahem Rehabilitationsprogramm trotz fehlender Gliedmaßen notwendige Fertigkeiten, wie sich anzukleiden oder zu waschen. Wegen dem erhöhten Erblindungsrisiko, das Lepra-Patienten trifft, werden die Bewohner auch augenmedizinisch von LICHT FÜR DIE WELT betreut.

Doch die Lepra bringt nicht nur Behinderungen mit sich, sondern führt auch zu sozialer Ausgrenzung. „Wer will uns schon…“ sagt eine Frau im Dorf und gibt zu erkennen wie schlimm die Stigmatisierung für sie ist. Auch für die 30 Kinder im Lepradorf ist die Situation schwierig. Denn obwohl sie dank medikamentöser Behandlung der Eltern keinem Infektionsrisiko ausgesetzt sind, nehmen die Schulen der Umgebung sie nur widerwillig auf.

Gurara Kitila, der Leiter

Gurara Kitila, Präsident des Vereins der von Lepra betroffenen Menschen.

Dennoch haben viele der Bewohner des Lepra-Dorfes Hoffnung geschöpft. Denn seit LICHT FÜR DIE WELT das Dorf unterstützt, verändert sich einiges. Gurara Kitilia, Präsident des Vereins der von Lepra betroffenen Menschen in Ambo, meint: „Wir haben erkannt, dass auch wir Rechte haben und mehr sein können als unerwünschte Bettler am Straßenrand.“ So wird ein Arbeitsprogramm auf die Beine gestellt, an dem sich immer mehr Bewohner des Dorfes aktiv beteiligen. Gurara Kitilia ist zuversichtlich, und trotz aller Schwierigkeiten meint er lächelnd: „Die Zeiten werden besser, seit wir an uns glauben und uns besser organisieren.“

Chris Lohner kennt keine Berührungsängste.

Chris Lohner kennt keine Berührungsängste.

Doch auch andere glauben an die Menschen aus dem Lepra-Dorf. Wie Chris Lohner, Good Will Ambassador von LICHT FÜR DIE WELT, die das Dorf in Ambo besucht hat. Sie zeigt, dass sie keine Berührungsängste hat und verbreitet damit Fröhlichkeit unter den Kindern des Dorfes.

Auf in ein neues Leben!

January 23rd, 2012

Die 7-jährige Ana Paula lebt mit ihrer Familie in der Hafenstadt Beira in Mosambik. Im Garten hinter einem kleinen Haus sitzt sie mit ihren Geschwistern am Boden. Sie hört ihrem Vater aufmerksam zu, denn dieser erklärt ihnen gerade die Zahlen. Und dieses Wissen wird sie bald gut gebrauchen können.

Ana Paula strahlt trotz ihrer Behinderung.

Ana Paula strahlt trotz ihrer Behinderung.

Dass Ana Paula jemals Rechnen lernen könnte, hätte sich die Familie nicht gedacht. Denn das kleine Mädchen entwickelte sich viel langsamer als ihre 4 Geschwister. Das Sprechen fiel ihr schwer, und sie konnte sich nur mit Mühe konzentrieren. Doch dann erkannte ein Rehabilitationshelfer von LICHT FÜR DIE WELT, dass das Mädchen eine mentale Behinderung hat. Und dass er helfen kann! Ana Paula wird im Alter von 5 Jahren ins Rehabilitationsprogramm aufgenommen.

Engagiert lernt der Vater mit Ana Paula und ihren Geschwistern.

Engagiert lernt der Vater mit Ana Paula und ihren Geschwistern.

Sofort beginnt der Rehabilitationshelfer ihren Eltern Übungen zu zeigen, die sie täglich mit Ana Paula machen sollen. Beherzt und engagiert nimmt sich ihr Vater der Übungen an, denn er hat große Hoffnung, dass er damit seiner Tochter helfen kann. Ballspiele zum Beispiel fördern die Konzentration und Koordination des Mädchens. Fröhlich wirft Ana Paula ihrem Vater einen Ball zu, denn diese Übung macht ihr auch noch großen Spaß . Mit viel Liebe und Geduld ihrer Eltern lernt das Mädchen auch immer besser sprechen.

Ana Paula ist glücklich, dass sie zu Hause mithelfen darf.

Ana Paula hilft sehr gerne im Haushalt mit. Lachend kehrt sie hinterm Haus den Boden. Sie ist glücklich, dass auch sie im Familienleben eine wichtige Rolle übernehmen darf. Aber was noch viel schöner ist, ist dass Ana Paula wie ihre Geschwister endlich die Schule besuchen kann! Ihr Vater freut sich darüber sehr. Er versucht seine Kinder zu fördern, so viel er kann. So baut er hinter dem Haus eine Tafel auf, und übt mit Ana Paula und ihren Geschwistern für die Schule. Denn dass auch Ana Paula in die Schule geht, ist etwas ganz Besonderes!

Eine Bühne für die Hilfe

January 16th, 2012

Am 31. Jänner findet ein ganz außergewöhnliches Ereignis statt: LICHT FÜR DIE WELT zieht Bilanz über die Arbeit 2011 und gibt der Hilfe eine Bühne. Dieses Jahr wird die Pressekonferenz durch prominente Auftritte bereichert: Chris Lohner, Hannelore Veit, Kristina Sprenger, Marianne Nentwich, Manuel Ortlechner und Eric Papilaya werden mit ungewöhnlichen Auftritten ihre Unterstützung zu LICHT FÜR DIE WELT bekunden.

(c) Anna Rauchenberger - Eric Papilaya, Chris Lohner und Manuel Ortlechner bekunden ihre Unterstützung.

Die Geschäftsführung von LICHT FÜR DIE WELT berichtet zu Jahresbeginn, was mit den Spenden im Jahr 2011 erreicht werden konnte. Wie konnte augenkranken, blinden und anders behinderten Menschen in Entwicklungsländern geholfen werden? Wie viele Menschen erlangten dank einer Operation am Grauen Star das Augenlicht zurück? Natürlich werdet ihr auch erfahren, wie Kindern mit Behinderungen Zugang zu Rehabilitation und Bildung gewährleistet wird, oder wie den Menschen während der Hungerkrise am Horn von Afrika geholfen wurde.

LICHT FÜR DIE WELT zieht Bilanz über die Arbeit 2011

Ihr seid ganz herzlich eingeladen, die Jahrespressekonferenz mitzuerleben! Wenn ihr mehr über die Arbeit von LICHT FÜR DIE WELT erfahren möchtet, meldet euch einfach an unter 01-810 13 00 oder schreibt mir ein Mail (a.glatz@licht-fuer-die-welt.at). Ich freue mich, wenn wir uns auf der Pressekonferenz treffen!

„Licht für die Welt – eine Bühne für die Hilfe“

WANN: 31.01.2012, 10:00 Uhr
WO: Sträußelsäle / Theater in der Josefstadt
Josefstädterstraße 26
1080 Wien
Die Veranstaltung ist barrierefrei erreichbar und wird in die Österreichische Gebärdensprache übersetzt.

Was bedeutet Behinderung für mich?

January 10th, 2012

Faustina Urassa arbeitet bei der Organisation KASI, die sich für Menschen einsetzt, die aufgrund einer Wirbelsäulenverletzung auf einen Rollstuhl angewiesen sind. In diesem Video berichtet sie, was Behinderung für sie bedeutet:

„Ich arbeite bei KASI, Kilimanjaro Association of the Spinally Injured (Organisation für Personen mit Wirbelsäulenverletzung).  Mein Job ist mit Menschen mit Behinderung zu üben, damit sie mit dem Leben nach einer Wirbelsäulenverletzung umgehen lernen. Und über eine Sache spreche ich immer wieder: über Rollstühle. Wenn du willst, dass jemand unabhängig wird, aber du gibst ihm keinen guten Rollstuhl, ist es so, als hättest du nichts getan.

Es macht mich traurig, wenn ich mit einer Person übe oder sie besuche – wir machen nämlich auch Hausbesuche und Besuche im Krankenhaus - und du  bist der Meinung,  diese Person braucht einen Rollstuhl, aber sie hat keine Möglichkeit dazu, dann fühle ich mich traurig, manchmal habe ich deswegen auch geweint.

Aber wenn ich mit einer Person übe und es verändert ihr Leben, dann fühle ich mich als würde ich fliegen! Es macht mich wirklich glücklich zu sehen, dass Menschen sich verändern, dass sie in die Schule gehen können, arbeiten gehen können und sie über ihre Verantwortung als Mutter und Vater sprechen. Dann fühle ich mich stolz.

Wenn du keinen guten Rollstuhl hast, dann fühlst du dich wirklich behindert. Aber wenn du einen guten Rollstuhl hast, der deinen Bedürfnissen entspricht, dann vergisst du deine Behinderung. Das ist Behinderung für mich, was ist es für dich?“

Welt-Braille-Tag

January 4th, 2012

Seit 2001 wird am 4. Jänner der Welt-Braille-Tag begangen. Dieser Tag ist der Geburtstag von Louis Braille, dem Erfinder der sogenannten Blinden- oder Punktschrift. Louis Braille erblindete selbst, als er drei Jahre alt war. Bereits im Alter von 16 Jahren (im Jahr 1825) entwickelte er eine eigene Schrift, indem er Buchstaben in ein ertastbares Punktesystem umwandelte. Sechs Punkte (drei in der Höhe, zwei in der Breite) bilden dabei die Basis für die Blindenschrift. Mit Hilfe dieser Punktschrift wurde es erstmals blinden Menschen möglich, mit den Händen zu lesen sowie selber zu schreiben. Heute ist die Blindenschrift aus dem Leben blinder und stark sehbehinderter Menschen kaum weg zu denken.

Tesfa und Fantahun studieren mit Hilfe der Blindenschrift.

Tesfa und Fantahun studieren mit Hilfe der Blindenschrift.

Etwa 1,5 Millionen Kinder weltweit sind blind oder sehbehindert. Eine häufige Ursache für die Erblindung von Kindern ist Vitamin-A-Mangel. Aber auch unbehandelte Augeninfektionen wie z.B. Trachom können zur Erblindung führen. LICHT FÜR DIE WELT unterstützt in Nordost-Indien und Pakistan Projekte in Schulen, die Sehbehinderungen bei Kindern rechtzeitig erkennen sollen. Ist ein Kind jedoch bereits erblindet, ist es notwendig,  dass es den Umgang mit einem Blindenstock und das Zurechtfinden in der Umgebung lernt. In den Rehabilitationsprojekten von LICHT FÜR DIE WELT erlernen blinde Kinder die Blindenschrift (Braille). Denn der Zugang zu Bildung ist ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg in eine eigenständige Zukunft.

Rehabilitationshelfer Worku Asrat lehrt Gebremskel die Blindenschrift.

Rehabilitationshelfer Worku Asrat lehrt Gebremskel die Blindenschrift.

24. Dezember

December 24th, 2011

Amina und die drei Wünsche - Eine Weihnachtsgeschichte

Es war in der Weihnachtszeit vor einigen Jahren, ich war acht Jahre alt, als ich beschloss mir etwas zu wünschen. Denn Weihnachten ist die Zeit der Freude und des Feierns und deshalb sei Weihnachten, so dachte ich, eine gute Zeit, um Wünsche auszusprechen, die auch tatsächlich in Erfüllung gehen.
In meinem Dorf in Kenia, wo ich lebe, gibt es einen Baum, der etwas abseits des Geschehens steht. Es ist ein Udara-Baum, der nur selten Früchte trägt. Sie sind so groß wie Äpfel, leuchten golden und man schält sie, bevor man sie isst. Angenehm sauer und fruchtig schmecken sie, doch bisher war ich nicht oft in den Genuss gekommen, von diesen Früchten zu kosten. Zu selten sind sie, doch das ist es, was sie so besonders macht.

In der Weihnachtszeit beschloss ich also, mir Früchte zu wünschen. Für mein Vorhaben wählte ich den 12. Dezember, den Tag der Unabhängigkeit Kenias, der das Land in ein einziges Fest verwandelt. Die Schulen schließen und die Familien versammeln sich aus dem ganzen Land zusammen, um diesen wunderbaren Tag zu zelebrieren. Wir dekorieren unsere Häuser mit Blumen und Lichtern und tanzen bis in die Morgenstunden hinein.

Hier erfahrt ihr, wie es weiter geht!

23. Dezember

December 23rd, 2011

So stellt sich Ramsaren einen Weihnachtsbaum vor.

Ramsaren ist 7 Jahre alt und seit seiner Geburt gehörlos. Er lebt in den Slums einer Stadt im Nordosten Indiens. Sein Vater verkauft Luft für Fahrradreifen und Ramsaren hilft ihm mit Freude. Jahrelang finden seine Eltern keine Hilfe für ihn, ein Schulbesuch schien undenkbar. Dann erfahren sie von einem LICHT FÜR DIE WELT-Projekt. Dort lernt Ramsaren Gebärdensprache und seit einem Jahr geht er sogar in die Schule! Er ist begeistert bei der Sache und freut sich über seine neue Lebens-Chance.

22. Dezember

December 22nd, 2011

Weihnachten in Äthiopien

In Äthiopien heißt Weihnachten „Genna“ und wird erst am Dreikönigstag gefeiert. Das Wort Genna bedeutet so viel wie „ganz besonders“ und soll die Freude und Liebe des Weihnachtsfestes ausdrücken. In Vorbereitung auf das Fest fasten die orthodox Gläubigen 43 Tage lang. Diese Fastenzeit dient der spirituellen Reinigung in Vorbereitung auf das Weihnachtsfest.

Weihnachten beginnt am Abend des 6. Jänners mit einem Gottesdienst. Tausende Menschen in traditionellen weißen Kleidern versammeln sich in und vor den Kirchen. Viele der Besucher betreten mit einer Kerze in den Händen die Kirche. Dort stimmen die Priester alte Weihnachtslieder an, in die die Gemeinde miteinfällt bis die Gesänge die Kirche erfüllen. Oft werden im Anschluss an die Messe Tabots (Nachbildungen der 10 Gebote) von den Priestern um die Kirche getragen. Die Gemeinde folgt mit brennenden Kerzen in den Händen, die still durch die Nacht leuchten. Solche Weihnachtsprozessionen dauern oft bis in die frühen Morgenstunden.
Nach der Weihnachtsprozession wird die Fastenzeit gebrochen. Dann findet ein riesiges Festessen im Kreise der Verwandtschaft statt. Auf einem großen Tablett werden das Sauerteig-Fladenbrot „Injera“ und verschiedene Soßen serviert. Die Großfamilie sitzt im Kreis um einen Tisch und genießt gemeinsam das Festmahl.

So könnte ein Weihnachtsessen in Äthiopien aussehen.

So könnte ein Weihnachtsessen in Äthiopien aussehen.

Ein ganz besonderer Brauch ist das Hockeyspiel Genna. Es wird traditionell um die Zeit von Weihnachten gespielt, weswegen es auch den Namen des Weihnachtsfestes trägt. Die Anzahl der jungen Männer, die in den jeweiligen Mannschaften spielen, ist nicht begrenzt. Das Spiel ähnelt dem uns bekannten Hockey, allerdings wird es mit einem hölzernen Ball gespielt. Diese spezielle Tradition macht Weihnachten in Äthiopien zu einem ganz besonders schönem und vielfältigem Fest.

21. Dezember

December 21st, 2011

Ein Weihnachtsgeschenk der ganz besonderen Art wird es dieses Jahr für euch geben.  Die fleißigsten Zeichner, die im Rahmen der Blindenzeichen-Kampagne persönliche Zeichen gestaltet haben, möchten wir gerne belohnen. Daher beschenken wir die 10 beliebtesten  Blindenzeichen der Online-Galerie mit einer Blinden-Zeichen-Umhängetasche. Zusätzlich verlosen wir noch 10 weitere Taschen unter all jenen, die mitgestimmt haben. Noch ist es nicht zu spät! Am Donnerstag werden die Blindenzeichen-Taschen verlost, also auf zum Mitvoten und Gewinnen!

Eine Blindenzeichen-Tasche unter dem Weihnachtsbaum? Nichts ist unmöglich!

Eine Blindenzeichen-Tasche unter dem Weihnachtsbaum? Nichts ist unmöglich!